Italien bekommt nach Brand von Crans-Montana Aktenzugang
Mitte Februar werde ein erstes technisches Treffen zwischen den Strafbehörden beider Länder stattfinden. Ziel des Treffens sei es, "die Details der Zusammenarbeit zu klären und die Verfahren zu koordinieren", hieß es weiter. Italien ist das erste Land, dem die Schweiz in dem Fall Rechtshilfe gewährt.
Unter den 40 teils minderjährigen Todesopfern des Brands in der Bar "Le Constellation" in der Silvesternacht waren auch sechs junge Menschen aus Italien. Zudem stammen mehr als ein Dutzend der 116 Schwerverletzten aus dem Land. Die italienische Regierung hatte am Montag gemeinsame Ermittlungen mit den Schweizer Behörden gefordert und damit gedroht, dass andernfalls Roms Botschafter nicht in die Schweiz zurückkehren werde. Italien hatte seinen Botschafter Lorenzo Cornado zuvor zurückberufen, um gegen die Freilassung des Barbesitzers aus der Untersuchungshaft zu protestieren.
Zusammenfassung
- Nach dem tödlichen Brand in der Bar 'Le Constellation' im Schweizer Skiort Crans-Montana mit 40 Todesopfern, darunter sechs Italiener, hat die Staatsanwaltschaft Wallis Italien Aktenzugang gewährt.
- Die italienische Staatsanwaltschaft erhält Zugang zu den bereits erhobenen Beweismitteln, nachdem mehr als ein Dutzend der 116 Schwerverletzten aus Italien stammen.
- Mitte Februar soll ein erstes technisches Treffen zwischen den Strafbehörden beider Länder stattfinden, um die Zusammenarbeit und die Ermittlungsverfahren zu koordinieren.
