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Ist das der letzte Corona-Winter?

29. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Laut Virologen sei ein Ende der Corona-Pandemie in Sicht. Der diesjährige Winter könnte trotzdem noch schwierig werden, warnen Fachleute.

Nach vergleichsweise niedrigen Corona-Zahlen im September, einer steigenden und wieder schnell abflachenden Corona-Welle im Oktober, steigen die Infektionszahlen nun wieder.

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"Zeichen für Ende der Pandemie"

Laut Christian Drosten, Direktor der Virologie an der Berliner Charité, sei dieses Auf und Ab der vergangenen Wochen ein "Zeichen für das kommende Ende der Pandemie". "Man kann wohl in naher Zukunft von einem Übergang hin zu epidemischen Wellen sprechen", meint auch die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck. Das berichtet der "Standard".

Der Winter könnte jedoch noch schwierig werden, warnen Fachleute. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Winter hänge vor allem davon ab, welche Virusvarianten sich in den kommenden Wochen durchsetzen.

BF.7, BA.5, BQ.1.1 stark präsent

In Österreich sind derzeit vor allem drei Varianten präsent: BF.7, BA.5 und BQ.1.1 machen derzeit jeweils etwa 25 Prozent aller sequenzierten Proben aus.

Sollte sich die Variante BF.7 durchsetzen, würde dies für eine "sanfte Winterwelle" sorgen, meint Drosten. Diese ist nämlich der Variante BA.5 sehr ähnlich und der Großteil der österreichischen Bevölkerung ist gegen diese bereits immun.

BQ.1.1 dominiert im Winter

BQ.1.1 andererseits könne dem Immunschutz von geimpften und genesenen Personen besser entkommen. Derzeit gehe man in Fachkreisen davon aus, dass diese Variante in Österreich sowie in anderen Ländern zur dominierenden Variante in diesem Winter wird. Die BQ-Varianten BQ.1, BQ.1.1 und BQ.1.10 haben gemeinsam den größten Wachstumsvorteil, weshalb sie sich momentan auch am schnellsten verbreiten.

Laut der Virologin Dorothee von Laer stehe Österreich vor einer "etwas höheren, aber nicht bedrohlichen" Winterwelle. Trotzdem sei die Corona-Pandemie "im Sinne davon, dass Intensivstationen überlastet werden", langsam vorbei.

Quelle: Agenturen / Redaktion / ddj