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Interpol-Masche: Betrüger:innen erschwindeln Geld

16. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Weiterhin kommt es immer wieder zu Trickbetrügen durch sogenannte falsche Polizisten. Davor warnte am Donnerstag die echte Polizei in Wien.

Die Tatverdächtigen kontaktieren die Opfer telefonisch, geben an, von einer Polizeibehörde (etwa Interpol) zu sein, und erzählen die verschiedensten Szenarien, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen.

Bedroht und ausgenommen

Ein Betrüger stellte sich etwa bei einem 26-Jährigen am Telefon als Interpolbeamter vor. Im Zuge von Ermittlungen bei gravierenden Verbrechen sei die Identität des 26-Jährigen mit zahlreichen Bankkonten in Verbindung gebracht worden, erzählte der Anrufer. Er laufe nun Gefahr, dass sein Erspartes konfisziert werden würde. Da es sich um internationale Ermittlungen handle, solle der 26-Jährige laut auf keinen Fall die österreichische Polizei kontaktieren. In weiterer Folge setzte der Betrüger das Opfer verbal unter Druck, riet ihm seine Identität zu ändern und sein Erspartes auf sichere Bitcoinwallets zu transferieren.

Der 26-Jährige folgte den Anweisungen und tätigte unter Anleitung des Tatverdächtigen Bargeldtransaktionen. Es kam zu einem Schaden im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Krytpozahlungen angefordert

Ein 37-Jähriger wurde über das Telefon von einem automatisierten System darüber informiert, dass er nun mit Interpol verbunden sei. Im Anschluss berichtete ein vermeintlicher Interpolbeamter in englischer Sprache darüber, dass Dokumente gefunden worden seien, welche Straftaten zuzuordnen wären. Unter anderem wurden Papiere mit der Identität des 37-Jährigen sichergestellt. Nun müsste man abklären, welche Konten ihm gehören. Der Geschädigte gab in weiterer Folge seine Kontodaten an und wurde mehrmals angewiesen, verschiedenste Transaktionen mittels Kryptowährung durchzuführen. Es entstand ein Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Polizei warnt 

"Die Polizei verlangt niemals telefonisch Bargeldtransaktionen durchzuführen", betonte die Behörde. "Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie 133."

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj