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In Florenz beginnt Pitti Uomo

Heute, 05:01 · Lesedauer 3 min

Florenz steht vier Tage lang im Zeichen der Herrenmode. Auf dem Gelände der alten Stadtfestung Fortezza da Basso beginnt am heutigen Dienstag die 109. Messe Pitti Immagine Uomo, weltweit der größte Treffpunkt in Sachen Männermode. Über 750 Marken sind bei der Veranstaltung vertreten, fast die Hälfte aus dem Ausland. Die österreichische Mode ist mit Schneiders Salzburg vertreten, das Unternehmen stellt seine Herbst-Winter-Kollektion 2026/2027 vor.

Das vor rund 80 Jahren gegründete Unternehmen Schneiders Salzburg präsentiert sich kurz vor einem geplanten Relaunch auf dem globalen Markt. Unter der kreativen Leitung von Viviana Volpicella verbindet die Kollektion Tradition und Innovation, wie die Organisatoren von Pitti Uomo mitteilten. Ausgangspunkt sind die ikonischen Lodenstoffe der Marke, ergänzt durch Shetland-Modelle mit Karomustern und Tartan-Dessins.

Bei Pitti Uomo sind unter anderem Schwergewichte der Herrenmode wie Hugo Boss, Trussardi, Ferragamo, Gucci und Ermanno Scervino präsent. 36.000 Besucher werden erwartet. Die Kollektionen werden auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern gezeigt. Pitti Uomo gilt als Barometer für die Stimmung in der italienischen Herrenmode, die nach einigen schwierigen Jahren wieder auf Erfolgskurs segelt und 2025 einen Umsatz von 11,2 Mrd. Euro generierte.

Sowohl in den Messehallen auf dem Festungsgelände der Fortezza da Basso als auch auf der Piazza della Signoria sind zahlreiche Events am Rande der Messe vorgesehen. Die Organisatoren haben zudem ein Programm mit internationalen Gästen zusammengestellt. Im Fokus steht der Designer Hed Mayner, in Israel geboren und in Paris ansässig, wo er das gleichnamige Label gegründet hat. Der 40-jährige Mayner ist als Gastdesigner eingeladen und wird in Florenz seine Kollektion präsentieren. Der Modeschöpfer ist seit zwei Jahren auch Kreativdirektor der Schuhmarke Reebok.

Mayner als Gastdesigner zu sehen

Aufgewachsen mit einer Malerin als Mutter und einem Schmied als Vater, interessierte sich Mayner bereits mit 16 Jahren für Mode und arbeitete zunächst mit Leder, Schmuck und handgefertigten Steppnähten. Heute zählen weite Hosen, weiche Hemden und skulpturale Jacken zu seinen Markenzeichen - mit zahlreichen Bezügen zur Tradition, zum klassischen Schneiderhandwerk und zum Sportswear-Bereich.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet in Florenz die japanische New Wave. Dazu gehört eine Modenschau für Herren in den Straßen der Stadt, organisiert vom Kollektiv Sebiro Sanpo, mit dem Gastdesigner Soshi Otsuki, Gewinner des LVMH Prize for Young Fashion Designers 2025. Otsuki präsentiert eine Mode, die sich an die Zeit des japanischen Wirtschaftsbooms der 1980er-Jahre inspiriert, als Männer in Tokio Armani trugen. In Florenz erwartet wird zudem Shinya Kozuka, Gründer und kreativer Kopf des gleichnamigen Labels, der in seinen Kollektionen urbane Einflüsse aus Tokio mit Arbeitskleidung kombiniert.

Zusammenfassung
  • In Florenz startet am Dienstag die 109. Pitti Immagine Uomo, die mit über 750 Marken und rund 36.000 erwarteten Besuchern als weltweit größte Messe für Herrenmode gilt.
  • Die österreichische Marke Schneiders Salzburg präsentiert unter der kreativen Leitung von Viviana Volpicella ihre Herbst-Winter-Kollektion 2026/2027 und steht vor einem globalen Relaunch.
  • Im Fokus stehen Gastdesigner wie der 40-jährige Hed Mayner sowie die japanische New Wave mit Soshi Otsuki, Gewinner des LVMH Prize 2025, und Shinya Kozuka, die innovative Herrenmode präsentieren.