APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

Hund in Brunnen ertränkt: Strafantrag gegen Freundin des Besitzers

12. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Im April wurde in Altlengbach (Bezirk St. Pölten) ein Hund gefesselt und ertränkt im Brunnen seines Herrchens gefunden. Monate später wird nun die Lebensgefährtin des Besitzers beschuldigt.

Im April suchte der Hundebesitzer nach seinem Border-Collie-Mischling und meldete ihn als abgängig. Der neun Jahre alte Vierbeine wurde schließlich am 21. April auf dem nicht abgesperrten Grundstück in einem sieben Meter tiefen, mit Wasser gefüllten Brunnenschacht gefunden. Jemand hatte Vorder- und Hinterbeine sowie die Schnauze mit Paketschnur und Klebeband fixiert. 

Nun brachte die Staatsanwaltschaft St. Pölten einen Strafantrag ein. Als Beschuldigte gilt die Lebensgefährtin des Tierbesitzers, bestätigte Leopold Bien, Sprecher der Anklagebehörde, am Montag einem Onlinebericht des "Kuriers". Die Causa hatte für Aufsehen gesorgt, für Hinweise wurden von Tierschutzorganisationen und Privatpersonen Geldbeträge ausgelobt.

Erst geschlagen, dann qualvoll ertrunken

Ergebnisse der veterinärmedizinischen Untersuchung zeichneten ein grausames Bild. Früheren Polizeiangaben zufolge ließ Flüssigkeit in der Lunge des Vierbeiners darauf schließen, dass er nach einem Überlebenskampf in dem Brunnen ertrunken ist. Zuvor seien dem Tier offensichtlich Verletzungen durch stumpfe Gewalt zugefügt worden.

Die Frau werde durch "die Gesamtheit der Beweisumstände" belastet, sagte Bien zur APA. Nähere Details wurden nicht genannt. Laut "Kurier" ist DNA der Beschuldigten auf der Innenseite des Klebebandes gefunden worden. Ein Prozesstermin stand zunächst nicht fest. Im Fall einer Verurteilung drohen der Angeklagten bis zu zwei Jahre Haft.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam