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Gewaltwelle: Neunjährige in Liverpool erschossen

23. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Am späten Montagabend wurden in einem Haus in Liverpool ein neunjähriges Mädchen von einem Unbekannten erschossen. Ein Mann und eine Frau wurden mit Schussverletzungen in Kliniken gebracht. Der mutmaßliche Schütze ist flüchtig.

Das Kind war zufällig zum Opfer geworden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Demnach flüchtete ein 35-jähriger Mann am Montagabend vor einem Schützen in das Haus, nachdem die Mutter des Mädchens die Tür geöffnet hatte.

Der Täter folgte dem 35-Jährigen, der keine Verbindung zu der Familie hat, und feuerte durch die offene Tür. Die Kugel traf die Mutter am Handgelenk und dann das Mädchen, das hinter ihr stand, in der Brust. Der Flüchtende wurde von mehreren Kugeln verletzt, Freunde holten ihn umgehend mit einem Auto ab und brachten ihn in ein Krankenhaus.

Polizei fahndet nach Schützen

Nach dem Schützen wird gefahndet. Die Polizei, die kürzlich eine Mauer des Schweigens in Liverpool beklagt hatte, bat ausdrücklich auch die "Mitglieder der kriminellen Bruderschaften" um Hilfe. "Der Mord an einem neunjährigen Kind ist eine absolute Tragödie und überschreitet jede Grenze", sagte Chief Constable Serena Kennedy. "Ich möchte Sie dringend bitten, das Richtige zu tun, damit wir diese Person hinter Gitter bringen können."

Tödliche Gewaltwelle in Liverpool

Es war das dritte Mal innerhalb einer Woche, dass ein Mensch in Liverpool erschossen wurde. Sonntagfrüh starb eine 28-Jährige, nachdem jemand in ihrem Haus auf sie gefeuert hatte. Der Angriff habe vermutlich nicht der Frau gegolten, teilte die Polizei mit. Sie war die Halbschwester eines 16-Jährigen, der 2015 in Liverpool erschossen worden war - seine Mörder hatten ihn offensichtlich mit einem anderen Menschen verwechselt. Es gibt bisher keinen Hinweis, dass die Attacken auf die 28-Jährige und das Mädchen zusammenhängen.

Am Abend des 16. August wurde ein 22-jähriger Mann erschossen, zwei Täter flüchteten auf Elektrofahrrädern.

Bürgermeisterin bittet Bevölkerung um Hilfe

Bürgermeisterin Joanne Anderson bat die Bevölkerung um Hilfe. "Dies ist ein entsetzlicher Akt des Bösen. Wenn Sie etwas wissen, müssen Sie sich melden", sagte Anderson. Sie erinnerte daran, dass vor genau 15 Jahren ein elfjähriger Bub versehentlich in einer Auseinandersetzung jugendlicher Banden erschossen wurde. "Haben wir nichts gelernt?", twitterte die Bürgermeisterin.

Quelle: Agenturen / poz