Fridays for Future mit neuen globalen Klimaprotesten

18. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Am 3. März geht die Klimabewegung Fridays For Future weltweit wieder auf die Straße, auch in ganz Österreich soll wie im vergangenen September wieder gestreikt werden. "Hinter uns liegt eine noch nie da gewesene Winterhitzewelle, Skigebiete gehen zugrunde, die Klimakrise eskaliert", nannte die Klimaaktivistin Klara König von Fridays For Future Austria Gründe für den erneuten Protest.

Die Bewegung fordert seit Beginn ihrer Streiks die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, jedoch steuere die Regierung "planlos in die Klimakrise hinein. Die ÖVP blockiert jede noch so kleine Kursänderung und die Grünen akzeptieren das", kritisierte König die österreichische Bundesregierung unter Hinweis auf das ausstehende Klimaschutzgesetz. "Klimaneutralität 2040 ist ohne gesetzliche Verankerung ein völlig leeres Versprechen. Damit lassen wir uns nicht abfertigen!"

Die anstehende Landtagswahl in Niederösterreich sei laut Fridays For Future eine entscheidende "Klimawahl". "Die nächste Landesregierung ist die letzte, die den niederösterreichischen Klimakurs noch in Richtung 1,5-Grad-Pfad korrigieren kann. Doch anstatt ernsthafte Klimaprogramme vorzulegen, wird versucht, die Klimabewegung zu kriminalisieren. Das werden wir nicht so einfach hinnehmen!", wurde Johanna Frühwald von Fridays For Future Niederösterreich zitiert. Anlässlich der "Klimawahl" am 29. Jänner hat die Bewegung Protestaktionen für den 20. Jänner angekündigt.

Die deutsche Dependance der Organisation rief nach dem Abriss des Dorfes Lützerath im Bundesland Nordrhein-Westfalen zum Abbaggern von Braunkohle ebenfalls zu neuen großen Klimademonstrationen auf. "Fossile Energien zerstören", argumentierte Sprecherin Pauline Brünger. "Lützerath ist dafür ein Beispiel, die Liste der klimapolitischen Verfehlung der Regierung ist jedoch lang", sagte sie. Als Beispiel nannte sie etwa auch den Verkehrssektor. Es brauche "radikale Veränderungen in allen Sektoren" und eine ernst gemeinte Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens, sagte Brünger.

Fridays for Future hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zu weltweiten Klimaprotesten aufgerufen. Im September 2022 waren etwa in Wien 12.000 Menschen auf die Straße gegangen. Zuletzt hatten deutsche Klimaaktivisten mit Protesten gegen den Abriss von Lützerath Demonstranten mobilisiert. Am Dienstag gab es neuerliche Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten gegeben, bei denen schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und weitere Personen von der Polizei weggetragen und vorübergehend festgehalten wurden.

Quelle: Agenturen