APA - Austria Presse Agentur

Freiburg: Haftstrafen nach Gruppenvergewaltigung

23. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Die Gruppenvergewaltigung in Freiburg sorgte weit über die Grenzen für Aufsehen, nun wurden die Urteile gesprochen.

Nach einer monatelangen Verhandlung ging der Prozess um eine Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen im deutschen Freiburg am Donnerstag mit Schuldsprüchen für die meisten der elf Angeklagten zu Ende. Der Großteil wurde zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Laut dem SWR muss der Hauptangeklagte wegen Vergewaltigung für fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Weitere sechs Angeklagte fassten ebenfalls wegen Vergewaltigung Haftstrafen zwischen vier Jahren und drei Monaten und drei Jahren aus. Wegen unterlassener Hilfeleistung wurden drei Angeklagte zu geringen Haftstrafen verurteilt.

Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Der Fall hatte weit über die deutschen Grenzen hinaus für Aufsehen gesorgt. Bei den Angeklagten handelt es sich um acht syrische Staatsangehörige zwischen 19 und 30 Jahren, einen 23-jährigen Iraker, einen 18-jährigen Algerier und einen 25-jährigen Deutschen.

Laut der Anklage soll einer der Männer der jungen Frau und ihrer Freundin zwei Ecstasy-Tabletten verkauft und ihr zusätzlich K.O.-Tropfen verabreicht haben. Der 22-jährige Hauptverdächtige soll die junge Frau dann unter dem Vorwand, ihr ein Tattoo am Oberschenkel zeigen zu wollen, nach draußen gelockt und sie in dem 50 Meter entfernten Wäldchen vergewaltigt haben. Danach soll er seine Bekannten zu der wehrlos am Boden liegenden Frau geführt haben, die sich dann auch sexuell an ihr vergangen haben sollen.

Quelle: Redaktion / moe