Flüchtiger Pkw durchbrach Sperre auf Tiroler Inntalautobahn
Auch ein Polizeihubschrauber war an dem Einsatz beteiligt. Eine erste Polizeistreife hatte nach der gegen 18.00 Uhr erfolgten Anzeige der Flucht in Ried im Oberinntal einen Anhalteversuch unternommen. Dieser wurde ignoriert, eine Beamtin musste sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Der 22-Jährige brauste auf der Reschenstraße mit teils bis zu 150 km/h und samt riskanter Überholmanöver fort. Der Pkw-Lenker fuhr auf die Inntalautobahn in Richtung Innsbruck auf und war in Haiming (Bezirk Imst) dabei fünf Kilometer als Geisterfahrer unterwegs.
Die Polizei errichtete bei einer Baustelle auf der A12 zwischen Mötz und Haiming eine Straßensperre. Der Lenker hielt dort auch an, durchbrach diese dann jedoch. Dabei kollidierte er mit einem Polizeiauto und der Leitschiene. Auch hier mussten die Beamten zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden. Der Flüchtige fuhr von der Autobahn ab und nahm die Tiroler Straße (B 171) in Richtung Innsbruck. Bei einer weiteren Straßensperre zwischen Rietz und Telfs fuhr der Mann erneut gegen ein Polizeifahrzeug, eine Beamtin wurde dabei verletzt.
Mit dem beschädigten Polizeifahrzeug nahmen die Polizisten die Verfolgung auf und konnten den Pkw schließlich kurz darauf anhalten. Der 22-Jährige sowie die Mitfahrer - ein 24-jähriger Österreicher, eine 14-jährige Österreicherin und eine 42-jährige Deutsche - wurden festgenommen. Der Lenker des Flucht-Pkw hatte offenbar keinen Alkohol konsumiert, ein Test auf Suchtmittel verlief jedoch positiv. Der Amtsarzt stellte eine Fahruntauglichkeit fest, hieß es. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Fluchtfahrt dauerten noch an.
Zusammenfassung
- Ein 22-jähriger Österreicher ist am Mittwochabend in Tirol unter Drogeneinfluss mit drei Mitinsassen vor der Polizei geflüchtet und durchbrach dabei auf der Inntalautobahn (A12) zwei Polizeisperren.
- Die Flucht begann nach einer nicht bezahlten Hotelrechnung in Serfaus, führte bis nach Telfs und beinhaltete riskante Fahrmanöver, darunter eine fünf Kilometer lange Geisterfahrt und Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h.
- Der Fahrer kollidierte mit zwei Polizeifahrzeugen, eine Polizistin wurde verletzt, und ein Drogentest verlief positiv, während die Ermittlungen zu den Hintergründen noch andauern.
