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Festnahmen nach Elefanten-Wilderei auf Sumatra

Heute, 06:57 · Lesedauer 1 min

Nach der Tötung und Enthauptung mehrerer stark bedrohter Elefanten auf der indonesischen Insel Sumatra hat die Polizei 15 mutmaßliche Mitglieder eines organisierten Wildererrings festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, die Tiere erschossen und deren Stoßzähne für den illegalen Elfenbeinhandel entfernt zu haben. Auslöser der Ermittlungen waren ein Dutzend Elefantenkadaver, die seit 2024 im Bezirk Pelalawan in der Provinz Riau mit abgetrenntem Kopf gefunden wurden.

Nach Angaben der Polizei soll das Netzwerk arbeitsteilig organisiert gewesen sein – mit Schützen, Helfern zum Abtrennen der Köpfe, Waffenlieferanten, Finanziers und Zwischenhändlern für den Verkauf des Elfenbeins. Drei weitere Verdächtige sind noch flüchtig. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Haft. Zum Umfang des sichergestellten Elfenbeins wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Die seltenen Sumatra-Elefanten (Elephas maximus sumatranus) leben ausschließlich auf Sumatra, der sechstgrößten Insel der Welt, die südwestlich von Malaysia und Singapur liegt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt die Unterart auf ihrer Roten Liste als "vom Aussterben bedroht". Nach WWF-Schätzungen leben heute schätzungsweise nur noch 2.500 bis 2.800 Exemplare in freier Wildbahn. Hauptursachen sind der massive Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung für Palmölplantagen sowie Wilderei und Konflikte mit Menschen.

Zusammenfassung
  • Nach der Tötung und Enthauptung mehrerer bedrohter Sumatra-Elefanten auf der indonesischen Insel Sumatra hat die Polizei 15 mutmaßliche Mitglieder eines Wildererrings festgenommen.
  • Seit 2024 wurden im Bezirk Pelalawan ein Dutzend Elefantenkadaver mit abgetrenntem Kopf entdeckt, während drei Verdächtige weiterhin flüchtig sind.
  • Die Population der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten wird laut WWF auf nur noch 2.500 bis 2.800 Tiere geschätzt.