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Festnahme bei untersagter Demo wegen versuchten Widerstands

25. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Ein Mann ist bei einer untersagten Demonstration, die Freitagnachmittag in der Wiener Innenstadt trotzdem abgehalten wurde, vorläufig festgenommen worden. Wie die Polizei am Samstag erläuterte, habe der Mann eine Amtshandlung gestört und dann einen versuchten Widerstand geleistet, woraufhin er zu Boden gebracht und festgenommen wurde.

Ein Mann ist bei einer untersagten Demonstration, die Freitagnachmittag in der Wiener Innenstadt trotzdem abgehalten wurde, vorläufig festgenommen worden. Wie die Polizei am Samstag erläuterte, habe der Mann eine Amtshandlung gestört und dann einen versuchten Widerstand geleistet, woraufhin er zu Boden gebracht und festgenommen wurde.

Auf Twitter kursierte am Samstag ein Video des Vorgehens. Darauf ist zu sehen, wie die Polizei nach Auflösung der ohnedies untersagten Demonstration bei einer Frau eine Identitätsfeststellung durchführen wollte. Diese weigerte sich zunächst, einen Ausweis zu zeigen, der später Festgenommene mischte sich in die Amtshandlung ein und rief mehrfach, dass die Polizei einen Grund für das Verlangen eines Ausweises haben müsse.

"Der Beamte hat daraufhin versucht, ihn abzudrängen, um den Abstand einzuhalten, im Zuge dessen hat es einen versuchten Widerstand gegeben", sagte Polizeisprecher Daniel Fürst. Nach der Festnahme des Mannes wurde auch die Rettung hinzugezogen, weil er über Herz- und Kreislaufprobleme geklagt hatte.

Die Exekutive betonte auf Twitter, dass die Festnahme aus mehreren Perspektiven durch polizeiliche Videoüberwachung und den einschreitenden Beamten dokumentiert wurde. Außerdem wurde darauf verwiesen, dass es problematisch sei, die Festnahme einer erkennbaren Person öffentlich zu kommentieren. "Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes, werden wir hier auf Twitter mit Sicherheit keine öffentliche Diskussion führen. Dies steht uns schlichtweg nicht zu. Der Person steht es natürlich frei den Rechtsweg zu beschreiten", schrieb die Polizei.

Bis zu 200 Personen hatten sich am Freitagnachmittag am Helmut-Zilk-Platz hinter der Albertina versammelt, um gegen das Corona-Maßnahmenpaket der Bundesregierung zu demonstrieren. Zuvor hatte die Polizei die Kundgebung untersagt. Unter den Demonstranten waren unter anderem auch Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme. Nach knapp zwei Stunden war die Versammlung zu Ende, die Polizei zog sich zurück.

Quelle: Agenturen