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Fernandes sagte Demo-Teilnahme nach Morddrohungen ab

Heute, 10:32 · Lesedauer 1 min

Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat ihre geplante Teilnahme an einer Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg abgesagt. "Eigentlich plante ich, dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich", schrieb Fernandes am Mittwoch auf Instagram. Die Schauspielerin hatte zuletzt Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen ihren Ex-Ehemann veröffentlicht.

Moderator Christian Ulmen soll unter anderem gefälschte Pornovideos mit ihr als vermeintlicher Darstellerin in Umlauf gebracht haben. Außerdem geht es in ihrem Fall um gefälschte Online-Profile unter ihrem Namen. Sie erstattete Anzeige, Ulmen bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt sprach von der Verbreitung "unwahrer Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" und einer "unzulässigen Verdachtsberichterstattung" und kündigte rechtliche Schritte an.

Am Donnerstag (17.30 Uhr) wird in Hamburg eine Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt organisiert. Nach Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Mehrere hundert Menschen waren am Mittwoch in Hannover unter dem Motto "Sexualisierte Gewalt stoppen" zusammengekommen. Bereits am Sonntag hatten in Berlin mehrere tausend Menschen "gegen sexualisierte digitale Gewalt" demonstriert und "Solidarität mit allen Opfern" eingefordert.

Zusammenfassung
  • Die Moderatorin Collien Fernandes hat ihre geplante Teilnahme an einer Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg nach Morddrohungen und ernsthaften Sicherheitsbedenken abgesagt.
  • Fernandes hatte zuvor Vorwürfe sexualisierter Gewalt sowie die Verbreitung gefälschter Pornovideos und Online-Profile gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen erhoben, der diese bestreitet und rechtliche Schritte ankündigen ließ.