APA/FF ST. PÖLTEN-STADT

Explosion in St. Pölten: Ursache war Verpuffung

Eine Verpuffung in einer St. Pöltner Kunststofffirma hat am Donnerstag einen 47-jährigen Arbeiter des Leben gekostet.

Ein verletzter 56-Jähriger wurde in das Universitätsklinikum der Landeshauptstadt gebracht. Feuerwehr und Rettung waren alarmiert worden, ein Brand entwickelte sich aber nicht. Laut Polizei gilt die Bildung von zündfähigen Dämpfen in Kombination mit Schweißarbeiten als Ursache für die Detonation. Das betroffene Unternehmen bedauert den Vorfall.

Tödlicher Unfall

Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung mitteilte, führte der 47-jährige slowakische Staatsbürger kurz vor 10.30 Uhr Schweißarbeiten an einem Druckluftbehälter in einer Halle des Kunststoffherstellers durch. Dabei sei es zu einer Verpuffung gekommen, bei der der Arbeiter tödliche Verletzungen erlitten habe. Ein 56-Jähriger aus St. Pölten zog sich Blessuren zu und wurde nach notärztlicher Behandlung ins Krankenhaus transportiert.

Feuerwehrangaben zufolge waren die Schweißarbeiten während Revisionstätigkeiten vorgenommen worden. Das betroffene Unternehmen äußerte sich ähnlich, sprach in einer Aussendung von "Heißarbeiten im Zuge eines geplanten Werkstillstandes".

Mitarbeiter einer Fremdfirma

Bei dem 47-Jährigen, der bei der Verpuffung ums Leben kam, handelt es sich um den Mitarbeiter einer Fremdfirma, hieß es seitens des Kunststoffherstellers. Der verletzte 56-Jährige ist dem St. Pöltner Unternehmen zufolge ein Mitarbeiter des eigenen Betriebs. Eine weitere Person reagierte geschockt und wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Für Anrainer habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, hieß es. Rasch wurde beim Kunststoffhersteller auch eine Expertenkommission eingesetzt: "Wir werden schnellstmöglich alle Maßnahmen setzen, um künftig solche Vorfälle zu verhindern."

Die offiziellen Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich geführt. Hinzugezogen wurden Sachverständige des Bundeskriminalamts. Das zuständige Arbeitsinspektorat wurde ebenfalls in Kenntnis gesetzt, betonte die Polizei.

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  • Eine Verpuffung in einer St. Pöltner Kunststofffirma hat am Donnerstag einen 47-jährigen Arbeiter des Leben gekostet.