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Ex-"Bond-Girl" Gloria Hendry: Weniger Rassismus in Europa

19. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die US-amerikanische Schauspielerin Gloria Hendry hat nach eigener Aussage in ihrer Heimat mehr Rassismus im Beruf erfahren als in Europa. "In Sachen Rassismus fand ich, dass es in Europa einen großen Unterschied gibt", sagte sie der dpa in London. Hendry hatte in ihrer Rolle als Agentin im James-Bond-Film "Leben und sterben lassen" 1973 als erste schwarze Frau ein Liebesverhältnis mit 007. "Europa ist definitiv anders", sagte die 73-Jährige nun.

"Als ich dort angekommen bin, wurde ich sofort akzeptiert und hatte nicht das Gefühl, dass es ein Rassismusproblem gäbe. Aber zu Hause, da ist es anders", berichtete Hendry aus ihren Erfahrungen. Zwar habe sich die Lage seit den 70er-Jahren deutlich verbessert, es sei aber immer noch schwierig, betonte Hendry, die heute in Kalifornien lebt.

An die Dreharbeiten für "Leben und sterben lassen" (Originaltitel: "Live And Let Die") vor rund 50 Jahren, die zum Teil auf Jamaika stattfanden, hat Hendry überwiegend positive Erinnerungen. "Man hat uns Limousinen zur Verfügung gestellt, es gab Galadinners, Hotels erster Klasse, es war außergewöhnlich", erzählte die Schauspielerin, die sich im Film als Doppelagentin Rosie Carver mit Bond einlässt. "Aber sie haben nicht so gut bezahlt."

Über ihre Erlebnisse in Film, Fernsehen und Theater sowie als "Playboy-Bunny" hat Gloria Hendry jetzt das Buch "007 Bond, Bunny, Black Renaissance 'IFM'" veröffentlicht (Die Abkürzung "IFM" steht für "Independent Film Making" und ist ein Begriff aus den 1970er-Jahren für Filme, die damals überwiegend von und mit Afroamerikanern produziert und oft direkt auf Video veröffentlicht wurden).

In ihrem autobiografischen Buch erzählt Hendry auch amüsante Anekdoten von der Arbeit mit 007-Darsteller Roger Moore. So habe sie vor einer Kussszene mit Moore extra Knoblauch gegessen und damit für Lacher am Set gesorgt. "Das hab ich wirklich gemacht", betonte Hendry. "Wir waren ja befreundet."

Quelle: Agenturen