APA - Austria Presse Agentur

Erneut Verdacht auf Komplikationen nach AstraZeneca-Impfung

09. März 2021 · Lesedauer 1 min

In der Steiermark erlitt eine Krankenschwester schwere Erkrankungen nach ihrer Corona-Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca. Ob es sich dabei um Nebenwirkungen des Vakzins handelt, ist noch unklar. Es ist bereits der dritte Fall dieser Art in Österreich. Zuletzt betroffen waren zwei Frauen aus Zwettl.

Die Frau wurde in Graz mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft. Kurz darauf erlitt die steirische Krankenschwester Gerinnungsstörungen und eine Lungenembolie, wie ein Sprecher der steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) gegenüber PULS 24 bestätigte. "Heute.at" hatte zuvor über den Fall berichtet.

Dabei wurde die Frau allerdings nicht mit der bereits gestoppten Impfstoff-Charge ABV 5300 geimpft. Mit welcher Charge sie geimpft wurde, ist jedoch nicht bekannt. Laut KAGes soll die Steierin allergisch vorbelastet gewesen sein. Sie wurde im Universitätsklinikum in Graz behandelt und hat die Nebenwirkungen bereits überstanden.

Weitere Fälle in Zwettl

Seit Freitagabend gibt es einen vorsorglichen Ausgabestopp für die Charge ABV5300 des AstraZeneca-Impfstoffs aufgrund des zeitlichen Zusammenhanges von zwei schweren Nebenwirkungsmeldungen im Landesklinikum Zwettl: Eine 49-Jährige ist in Folge schwerer Gerinnungsstörungen gestorben, eine 35-Jährige, die eine Lungenembolie entwickelt hatte, hingegen befindet sich am Weg der Besserung. Die heimischen Behörden haben umfassende Untersuchungen eingeleitet.

Ob ein "kausaler Zusammenhang" zwischen der Verabreichung und dem Ableben der Frau besteht, müsse man "ganz, ganz genau prüfen", erklärte die Geschäftsfeldleiterin der AGES Medizinmarktaufsicht, Christa Wirthumer-Hoche, am Dienstag in einer Pressekonferenz.

PULS 24 Reporter Paul Batruel fasst die Ergebnisse der Pressekonferenz zu den Corona-Impfungen in Österreich zusammen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea