APA - Austria Presse Agentur

Erneut über 2.000 Corona-Neuinfektionen in Österreich

26. Feb 2021 · Lesedauer 3 min

Erneut sind die Corona-Neuinfektionen in Österreich über 2.000 gelegen. Wie Gesundheits- und Innenministerium am Freitag berichteten, betrug die Zahl der in den vergangenen 24 Stunden neu gemeldeten SARS-CoV-2-Ansteckungen 2.093. Das ist ein leichter Rückgang nach den am Donnerstag gemeldeten 2.391 Fällen. Im Schnitt der vergangenen Woche sind das 1.886 positive Tests pro Tag. Somit waren von Donnerstag auf Freitag 4,3 Prozent der 48.284 PCR-Tests positiv.

Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) liegt nun bei 148,3, am Donnerstag war sie noch bei 145,2. Derzeit laborieren 19.088 Menschen in Österreich aktiv an einer Corona-Infektion. 1.285 Menschen mussten deshalb im Spital behandelt werden. Das sind um sechs weniger als noch am Vortag. Allerdings stieg die Zahl der Intensivpatienten aufgrund von Covid-19 um sieben auf 258. In den vergangenen 24 Stunden wurden 22 weitere Todesfälle gemeldet. Bisher starben 8.515 mit einer Corona-Infektionen. Wie die Statistik Austria am Freitag berichtete, sind sieben Prozent der Sterbefälle 2020 durch die Pandemie verursacht.

Seit Auftreten der ersten Fälle vor einem Jahr in Österreich haben sich 454.860 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt (Stand: Freitag, 9.30 Uhr). 427.257 haben sich davon wieder erholt. Die meisten gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gab es in Niederösterreich mit 553 Fällen, gefolgt von Wien mit 461 und Oberösterreich mit 364 Fällen. In Kärnten gab es 188 Neuansteckungen, in Salzburg 168, in der Steiermark 139, in Tirol 104, im Burgenland 64 und in Vorarlberg 52. Die Bundesländer Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich, Salzburg sowie Wien hatten in der Vergangenheit auch Meldungen der südafrikanischen Mutation B.1.351. Die britische Mutation ist bereits in jedem Bundesland nachgewiesen worden.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach angesichts der höheren Fallzahlen bei einer Pressekonferenz von "einer besorgniserregenden Situation". Den Fallzahlen stünden aber auch 223.000 Testungen binnen 24 Stunden gegenüber. "Das ist schon ziemlich fantastisch", so Anschober.

Das aktuell hohe Testgeschehen könne einer beschleunigten Verbreitung entgegenwirken, meinte die Ampel-Kommission in ihrem letzten Bericht. "Der Effekt des erhöhten Testgeschehens sollte jedoch nicht überschätzt werden. Schätzungen ergeben, dass nicht mehr als zehn bis 15 Prozent der aktuell detektierten inzidenten Fälle darauf zurückgeführt werden können", hielten die Experten fest. Es ist davon auszugehen, dass die lockerungsbedingten Effekte in Kombination mit der weiteren Varianten-Verbreitung den positiven Effekt des vermehrten Testaufkommens aufheben kann", berichtete die Kommission, die aufgrund der raschen Ausbreitung der Mutationen vor weiteren Öffnungsschritten warnte. Das Infektionsgeschehen werde sich ausgehend von einem hohen Niveau in der Mehrheit der Bundesländer gemäß der Prognosen so weiter fortsetzen. Die Experten empfehlen daher die notwendigen präventiven Maßnahmen zur Kontaktreduktion sowie regelmäßige, flächendeckende Testungen zu forcieren und derzeit von allenfalls geplanten Lockerungsschritte zu überdenken.

Man habe aber gewusst, "dass die Phase bis Ostern noch einmal eine sehr schwierige wird", sagte Anschober. Dann sollte dich die Situation durch die steigende Durchimpfung und das wärmere Wetter aber "schrittweise verbessern". 556.506 Corona-Impfungen wurden bisher in den e-Impfpass eingetragen. 342.727 Menschen haben eine erste Dosis erhalten. 213.779 Personen haben die für einen vollständigen Impfschutz notwendigen zwei Dosen bekommen, geht aus dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sind 3,85 Prozent der Bevölkerung teilgeimpft, 2,4 Prozent haben den vollständigen Impfschutz erhalten.

Quelle: Agenturen