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Ermittlungen nach Flut im deutschen Ahrtal eingestellt

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Fast drei Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz mit 135 Toten hat die Staatsanwaltschaft Koblenz ihre Ermittlungen eingestellt. Damit wird weder der frühere Landrat des Landkreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), noch ein weiteres Mitglied des damaligen Krisenstabs angeklagt, wie ein Sprecher der Behörde am Donnerstag sagte. Weitere Details will die Staatsanwaltschaft noch bekanntgeben.

Im August 2021 hatte die Staatsanwaltschaft in Koblenz Ermittlungen gegen Pföhler und das frühere Mitglied des Krisenstabs wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen eingeleitet. Bei den Ermittlungen ging es um die Frage, ob durch anderes Handeln die Folgen zumindest teilweise hätten vermieden werden können.

Der Abschluss der Ermittlungen verschob sich immer wieder. Grund dafür war ein umfangreiches Gutachten, mit dem sich auch ein Untersuchungsausschuss des Landtags in Mainz beschäftigte.

Starke Regenfälle hatten Mitte Juli 2021 katastrophale Überschwemmungen an Flüssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im Ahrtal, wurden verwüstet. Mehr als 180 Menschen starben insgesamt, hunderte wurden verletzt.

ribbon Zusammenfassung
  • Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat die Ermittlungen zur Flutkatastrophe im Ahrtal mit 135 Toten eingestellt; eine Anklage gegen den früheren Landrat Jürgen Pföhler (CDU) und ein weiteres Mitglied des Krisenstabs erfolgt nicht.
  • Untersucht wurde der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung durch Unterlassen; die Frage stand im Raum, ob die Flutfolgen durch anderes Handeln hätten gemildert werden können.
  • Starke Regenfälle lösten Mitte Juli 2021 die Überschwemmungen aus, die im Ahrtal besonders verheerend waren und insgesamt über 180 Menschenleben forderten sowie hunderte Verletzte zur Folge hatten.

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