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Erdrutsche in Südchina - Jahrhundertflut befürchtet

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Bei Erdrutschen in China sind mindestens sechs Menschen verletzt und weitere verschüttet worden. Regenfälle hätten zu Erdrutschen in sechs Dörfern im Norden der südchinesischen Provinz Guangdong geführt, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV am Sonntag. Unter Berufung auf die örtliche Hydrologiebehörde meldete CCTV, dass drei Orte im Becken des Bei-Flusses aufgrund starker Niederschläge Überschwemmungen erleben würden, "wie sie nur einmal im Jahrhundert vorkommen".

Sintflutartige Regenfälle haben seit Donnerstag in großen Teilen Guangdongs zu einem Anschwellen der Flüsse im Perlflussdelta und somit zu Überschwemmungen in den dortigen Bergregionen geführt. Von CCTV veröffentlichte Aufnahmen zeigten Häuser, die von einer Wand aus braunem Schlamm zerstört wurden. Zunächst gab es keine Berichte über Todesopfer oder darüber, wie viele Menschen von den Erdrutschen verschüttet wurden.

Sechs Verletzte seien in die nahe gelegene Stadt Shaoguan gebracht worden, berichtete der staatliche Fernsehsender. Es werde daran gearbeitet, die Kommunikation in der betroffenen Region "so schnell wie möglich" wieder herzustellen.

Das Perlflussdelta ist Chinas industrielles Kernland und eine der am dichtesten besiedelten Regionen des Landes. Die Behörden haben für die Region eine Katastrophenhilfe der Stufe zwei eingeleitet, die zweithöchste in einem vierstufigen System.

Der nationale Wetterdienst hat Unwetterwarnungen für Teile Guangdongs ausgegeben und vor heftigen Stürmen in den Küstenregionen bis zum Montag gewarnt. CCTV zufolge könnten Hochwasser von bis zu 5,8 Metern über der Warngrenze die Region am Montagmorgen treffen. Berichte über Massenevakuierungen gab es zunächst nicht.

China sind extreme Wetterereignisse nicht fremd, aber in den letzten Jahren wurde das Land von schweren Überschwemmungen, verheerenden Dürreperioden und Rekordhitze heimgesucht. Der vom Menschen verursachte Klimawandel führt dazu, dass extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten. China ist der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen.

ribbon Zusammenfassung
  • Bei Erdrutschen in der südchinesischen Provinz Guangdong sind mindestens sechs Personen verletzt worden; weitere werden vermisst.
  • Starke Regenfälle verursachen Überschwemmungen im Perlflussdelta, die Behörden warnen vor Hochwasser, das bis zu 5,8 Meter über der Warngrenze liegen könnte.
  • China, als weltweit größter Emittent von Treibhausgasen, sieht sich mit zunehmend häufigeren und intensiveren Wetterextremen konfrontiert.

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