APA/Johann Steininger

Energiekrise: Linz schaltet das Licht ab

28. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Die Stadt Linz reagiert auf die drohende Energieknappheit, indem sie die Beleuchtung öffentlicher Gebäude reduziert. Zukünftig sollen Bauwerke und Brücken abends nur mehr bis 23.00 Uhr und morgens überhaupt nicht mehr beleuchtet werden.

Außerdem sollen weitere Einsparpotenziale gefunden und Krisenpläne erstellt werden, wie man Straßen- und Parkbeleuchtung im Notfall regeln könnte, teilte die Stadt Linz in einer Presseaussendung am Donnerstag mit

Beleuchtung bis 23 Uhr

Auf der Linzer Energiesparliste stehen vorerst 31 Gebäude, darunter das Alte und das Neue Rathaus, die neue Donau- und die Nibelungenbrücke sowie die Pöstlingbergkirche. AEC und Lentos mit ihrem LED-Fassaden sind allerdings nicht umfasst. Unverändert soll die Beleuchtung mit Einsetzen der Dämmerung eingeschalten werden, jedoch soll sie nun um 23.00 Uhr ausgeschalten werden. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und der für öffentliche Beleuchtung zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) wollen damit ein aktuell wichtiges Zeichen setzen.

"Die aktuelle Situation macht es jedoch notwendig"

Obwohl niemand zu später Stunde durch eine völlig finstere Stadt spazieren wolle und die Beleuchtung auch touristische Relevanz habe, ist Hajart von der Maßnahme überzeugt: "Die aktuelle Situation macht es jedoch notwendig, dass auch wir seitens der Stadt Linz reagieren und ein wichtiges Zeichen zum Energiesparen setzen. Es ist auch die gesamte Bevölkerung aufgerufen, auf einen sparsamen Energieverbrauch zu achten. Als Stadt Linz gehen wir mit gutem Beispiel voran", betonte Hajart. Die Reduktion der Effektbeleuchtung würde nun entsprechend der technischen Gegebenheiten schrittweise umgesetzt.

Grünen freuen sich, FPÖ kritisiert

Während sich die Grüne Gemeinderätin Rossitza Ekova-Stoyanova über die Initiative erfreut zeigte, warnte FPÖ-Stadtrat Michael Raml vor "Angsträumen", die Sicherheit der Linzer dürfe "nicht durch übereilten Aktionismus leiden". Er plädierte stattdessen für Lösungen mit Bewegungssensoren.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz