APA - Austria Presse Agentur

Ende der Dieselmotoren: Europas Lkw-Hersteller vereinbaren Ende bis 2040

14. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Sieben Unternehmen vereinbarten, dass sie sich bis 2040 vom Verbrenner verabschieden.

Daimler, Scania, Man, Volvo, Daf, Iveco und Ford haben sich selbst verpflichtet, Verbrennungsmotoren abzuschaffen und sich auf Wasserstoff, Batterietechnologie und saubere Kraftstoffe zu konzentrieren. Das berichtet die "Financial Times" (FT).

Dafür werde die Industrie etwa 50 bis 100 Milliarden Euro für die Entwicklung neuer Technologien ausgeben, sagt Scania-Chef Henrik Henriksson bei der Bekanntgabe des Versprechens.

Die von den Geschäftsführern der Lkw- und Transporterhersteller unterzeichnete Erklärung fordert außerdem umfassende Investitionen in Energienetze und eine höhere Kohlenstoffsteuer in ganz Europa, um den Wandel voranzutreiben.

Kritik an Politikern

Henriksson sagt dazu: "Wenn die Politiker weiterhin fossile Brennstoffe subventionieren, wird es für uns sehr schwierig werden, wir müssen das Verhalten unserer Kunden und der Kunden unserer Kunden ändern." Einfach wird es nicht, erklärt Henriksson: "Es sind ziemlich knallharte Verpflichtungen dabei, wir strecken unseren Hals heraus und sagen ziemlich viele Dinge, die wir in der Vergangenheit nicht gesagt haben."

Professor Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts, sagt gegenüber der FT, dass der Gütertransport einer der am schwierigsten zu dekarbonisierenden Bereiche ist. "Es ist das Rückgrat jeder Gesellschaft in der heutigen Welt, aber wir müssen erkennen, dass sie sehr abhängig von den Verbrennungsmotoren sind, um alle Waren jeder Industrie zu transportieren", sagte er.

Wasserstoff wahrscheinlichste Lösung

Während batterieelektrische Systeme für innerstädtische Lieferwagen funktionieren, benötigen Langstreckentransportfahrzeuge immer noch Diesel. Der Kraftstoff Wasserstoff wird von der Branche als wahrscheinlichere Lösung für die größten Langstrecken-LKWs angesehen, während Biokraftstoffe kurzfristig zur Emissionssenkung beitragen sollen. "Es gibt kein Patentrezept; es wird nicht so sein, dass eine Technologie alles beherrscht, es wird im Laufe der Zeit parallele Technologien geben", sagt Henriksson dazu.

Quelle: Redaktion / moe