APA - Austria Presse Agentur

Ende der Ausgangssperre für Spanier ab 2. Mai in Sicht

26. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Nach einer wochenlangen strikten Ausgangssperre sollen die Spanier ab dem 2. Mai zumindest wieder im Freien Sport treiben und spazieren gehen können. Das stellte Regierungschef Pedro Sanchez am Samstagabend in einer Fernsehansprache in Aussicht. Voraussetzung für diese Lockerung sei allerdings, dass sich die Corona-Zahlen weiter positiv entwickeln.

Nach einer wochenlangen strikten Ausgangssperre sollen die Spanier ab dem 2. Mai zumindest wieder im Freien Sport treiben und spazieren gehen können. Das stellte Regierungschef Pedro Sanchez am Samstagabend in einer Fernsehansprache in Aussicht. Voraussetzung für diese Lockerung sei allerdings, dass sich die Corona-Zahlen weiter positiv entwickeln.

"Wenn die Pandemie sich weiter in eine positive Richtung entwickelt, dann wird es ab 2. Mai erlaubt sein, für Individualsportarten oder Spaziergänge mit den Menschen, mit denen man zusammen wohnt, ins Freie zu gehen", sagte Sanchez. Er kündigte zudem an, dass die Regierung am Dienstag einen Plan für weitere Lockerungen der Ausgangssperre ab Mitte Mai vorstellen wolle.

Am Sonntag durften erstmals seit Beginn der strengen Ausgangssperre vor sechs Wochen Kinder wieder ins Freie. Ihnen ist es ab sofort erlaubt, unter Aufsicht eines Erwachsenen täglich eine Stunde an der frischen Luft zu verbringen. Jugendliche dürfen nun wie bisher bereits Erwachsene wieder zum Einkaufen oder zum Ausführen des Hundes nach draußen.

Die Zahl der binnen eines Tages in Spanien registrierten Corona-Todesfälle fiel unterdessen auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Bis Sonntag wurden 288 neu hinzugekommene Corona-Tote gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Dies sei die niedrigste Zahl seit dem 20. März. Insgesamt wurden in Spanien bisher gut 23.000 Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Das ist weltweit die dritthöchste Opferzahl nach den USA und Italien.

In Spanien gelten seit dem 14. März strikte Ausgangsbeschränkungen, die härter sind als in fast allen anderen Ländern: Menschen dürfen ihre Wohnungen nur verlassen, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen, zum Arzt zu gehen oder ihren Hund auszuführen. Zu ihrem Arbeitsplatz dürfen sie nur, wenn die Arbeit von Zuhause nicht möglich ist. Diese Vorschriften waren erst am Mittwoch bis zum 9. Mai verlängert worden.

Quelle: Agenturen