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Dutzende Tiger in thailändischem Park sterben durch Virus

Heute, 07:55 · Lesedauer 1 min

Binnen weniger Wochen sind dutzende Tiger in einem privaten Raubtierpark in Thailand an Krankheiten verendet. Bei Untersuchungen seien Infektionen mit dem hoch ansteckenden Staupe-Virus sowie Bakterien nachgewiesen worden, erklärte das Veterinäramt von Chiang Mai im Norden des Landes am Freitag. Insgesamt verendeten in dem Park demnach 72 Tiger. Bei Tigern sei die Staupe schwerer nachzuweisen als bei Hunden oder Katzen, erklärte ein Sprecher der Veterinärbehörde.

"Als wir merkten, dass sie krank sind, war es schon zu spät", so der Sprecher. Der betroffene Tierpark "Tiger Kingdom" wirbt damit, dass Touristen dort die Raubtiere angreifen und Fotos mit ihnen machen können. Tierschützer kritisieren derartige Einrichtungen wegen der dort herrschenden Bedingungen. "Diese Tiger sind gestorben, wie sie gelebt haben - in Elend, Gefangenschaft und Angst", sagte ein Sprecher der Tierschutzorganisation Peta. "Wenn die Touristen wegblieben, würden solche Einrichtungen sich sehr schnell nicht mehr rentieren, und derartige Tragödien würden deutlich unwahrscheinlicher."

Zusammenfassung
  • Innerhalb weniger Wochen sind in einem privaten Raubtierpark in Chiang Mai, Thailand, 72 Tiger an Infektionen mit dem Staupe-Virus sowie Bakterien gestorben.
  • Das Veterinäramt bestätigte, dass die Krankheit bei Tigern schwerer nachzuweisen ist als bei Hunden oder Katzen und dass es für viele Tiere bereits zu spät war.
  • Tierschutzorganisationen wie Peta kritisieren die Bedingungen im 'Tiger Kingdom' und fordern, dass Touristen solche Einrichtungen meiden, um weitere Tragödien zu verhindern.