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Drei Männer prellen Autohäuser um 360.000 Euro

Heute, 10:24 · Lesedauer 2 min

Drei Männer sollen Autohäuser in Salzburg, Tirol und Deutschland mit fingierten Autoverkäufen um rund 360.000 Euro geprellt haben. Das slowakische Trio "verkaufte" an die Händler Fahrzeuge und ließ sich das Geld im Voraus überweisen. Autos geliefert haben sie allerdings nie. Ein 32-Jähriger wurde inzwischen festgenommen und nach Österreich überstellt. Er gab die Taten teilweise zu. Nach den beiden anderen Verdächtigen wird noch gefahndet, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Das Trio ging sehr gefinkelt vor: Zunächst gaben sich die Männer im Internet als Interessenten für Allrad-Pkw aus und ließen sich Fotos und Kopien der Fahrzeugpapiere zuschicken. Danach erwarben sie in Ungarn eine insolvente Firma, die kurz vor der Liquidation stand, und gelangten so an eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID). Diese Nummern werden von Finanzbehörden an Unternehmen vergeben und bei Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen in anderen EU-Ländern benötigt.

Schließlich erstellten sie für dieses Unternehmen eine Homepage, kontaktierten Autohäuser in Deutschland und Österreich und boten Fahrzeuge zum Verkauf an, von denen sie in Wahrheit nur die Fotos und kopierten Papiere hatten. Ein Salzburger, ein Tiroler und sechs deutsche Händler überwiesen in der Folge die Kaufpreise sowie die Speditionskosten. Die vermeintlich erworbenen Fahrzeuge wurden aber nie geliefert.

Einer der drei Männer, ein 32-jähriger Slowake, wurde aufgrund eines EU-Haftbefehls inzwischen festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Nach seinen Komplizen im Alter von 49 und 52 Jahren wird noch gefahndet. Laut Polizei wird auch noch weiter ermittelt, weil es auch in Wien zu ähnlichen Betrügereien gekommen ist.

Zusammenfassung
  • Drei Männer aus der Slowakei haben Autohäuser in Salzburg, Tirol und Deutschland mit fingierten Autoverkäufen um rund 360.000 Euro betrogen.
  • Das Trio nutzte eine in Ungarn gekaufte insolvente Firma mit gültiger UID-Nummer und eine eigens erstellte Homepage, um Seriosität vorzutäuschen und sich die Kaufpreise sowie Speditionskosten im Voraus überweisen zu lassen.
  • Ein 32-jähriger Verdächtiger wurde per EU-Haftbefehl festgenommen und nach Österreich ausgeliefert, während nach seinen beiden Komplizen noch gefahndet wird und auch in Wien ähnliche Betrugsfälle untersucht werden.