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Trump wegen mutmaßlicher Vergewaltigung verklagt

24. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach einer Gesetzesänderung, die die Verjährungsfrist verlängert, kann US-Autorin Jean Carroll Ex-Präsident Donald Trump jetzt doch verklagen. Mitte der 90er-Jahre soll er sie in einem Kaufhaus in New York vergewaltigt haben, wirft sie ihm schon länger vor.

Die 78-jährige Jean Carroll verlangt von Donald Trump wegen Körperverletzung und Rufschädigung unter anderem Schadenersatz, wie aus einer von ihren Anwälten am Donnerstag eingereichten Klageschrift hervorgeht.

Kaum war Gesetz geändert, kam Klage

Trump hat den Vorwurf der Vergewaltigung mehrfach zurückgewiesen. Bisher hatte Carroll Trump nicht wegen des Vergewaltigungsvorwurfes selbst angeklagt, sondern lediglich wegen Verleumdung. Denn die Frist für die Erhebung von Strafanzeigen wegen sexueller Übergriffe in den 1990er-Jahren war längst abgelaufen. Ein neues Gesetz im US-Bundesstaat New York sieht nun aber eine solche Klagemöglichkeit für Betroffene sexueller Gewalt in weiter zurückliegenden Fällen vor. Unmittelbar nach dessen Inkrafttreten am Donnerstag reichten Carrolls Anwälte die neue Klage ein.

Verleumdungsklage

In dem seit einiger Zeit andauernden Verleumdungsverfahren geht es um Aussagen, die im Jahr 2019 getätigt wurden. Carroll hatte den Vergewaltigungsvorwurf damals in einem Buchauszug öffentlich gemacht. Trump wies die Anschuldigungen zurück - unter anderem mit den Worten, dass sie nicht sein Typ sei. Er warf ihr auch vor, nur ihr neues Buch verkaufen zu wollen. Carroll klagte daraufhin gegen Trump, weil er sie als Lügnerin dargestellt und damit verleumdet habe.

Im Oktober musste Trump in dem Verfahren unter Eid aussagen. Die Anhörung wurde dann aber von einem Berufungsgericht ausgesetzt, weil Richter klären müssen, ob Trump vor juristischen Konsequenzen für Äußerungen geschützt ist, die er während seiner Präsidentschaft von 2017 bis 2021 getätigt hat.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam