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Deutscher Söldner in der Ukraine: "Da kommt keiner lebend raus"

16. März 2022 · Lesedauer 2 min

Peter sei in die Ukraine gegangen, weil er geglaubt habe, dass es sich auszahle, in diesem Kampf zu helfen. Die Realität sehe allerdings anders aus, wie der ehemalige deutsche Berufssoldat schildert. Statt erfahrener Soldaten würden vor allem viele junge, unerfahrene ausländische Männer gegen Russland kämpfen.

"Ich bin dorthin gegangen, weil ich wirklich gedacht habe (…), dass das ein Kampf ist, den es sich lohnt zu kämpfen", sagt Peter im "Ö1-Morgenjournal". Peter ist Mitte 50 und pensionierter Soldat. Er sei aus Deutschland in die Ukraine gereist, weil er geglaubt habe, dass es sich lohnt zu helfen. "Aber nicht um als Kanonenfutter verheizt zu werden und genau das passiert dort im Moment mit deutschen Staatsbürgern, eigentlich mit Menschen aus aller Welt", so seine Schilderung.

"Leute werden alle sterben"

Peter schätzt, dass es in seinem Bereich 800 bis 1.000 ausländische Soldaten gab. Viele seien 20 Jahre alt oder jünger. "Der Großteil der Einheiten, den die Legion selbst aufgestellt hat, sind vollkommen unerfahren und können gar nicht einschätzten was auf sie zukommt", so Peter gegenüber "Ö1".

Dabei habe es geheißen, dass nur kriegserfahrene Soldaten genommen werden. Peter hoffe daher, dass die ukrainische Regierung um Wolodymyr Selenskyj "von diesen Zuständen nichts weiß, aufgerüttelt wird und die Leute nach Hause schickt".

Die offizielle Zahl der Toten bei dem Angriff des Militärstützpunktes für ausländische Kämpfer bei Lemberg schließe laut Peter die ausländischen Soldaten aus, denn hier soll die Zahl im Vergleich zu den ukrainischen "wesentlich" höher sind.

Weil bei dem Bombenangriff der gesamte Stützpunkt zerstört wurde, sollen die Truppen nun an die Front geschickt werden, so die Schilderung des deutschen Ex-Soldaten. "Diese Leute werden alle sterben. Da kommt keiner lebend raus", sagt er im Interview.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea