Deutsche Bahn kündigt weitere Schutzmaßnahmen an
Mit diesem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gefahrensituationen schon jetzt unauffällig die Leitstelle informieren, sodass die Leitstelle Polizei oder Rettungskräfte am nächsten Bahnhof alarmieren kann. Weiterhin setzt die Bahn den Angaben zufolge künftig auf bessere Schutzausrüstung für die eigenen Beschäftigten, mehr Verhaltens- und Deeskalationskurse sowie eine Überarbeitung der regionalen Sicherheitskonzepte.
Die Maßnahmen sind Teil eines "Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene", den Palla auf einem hochrangigen Treffen zum Thema Sicherheit für Bahnbeschäftigte präsentiert hat. Neben dem deutschen Verkehrsminister Patrick Schnieder kamen Vertreter aus den Ländern, von den Gewerkschaften, Branchenverbänden und Aufgabenträgern des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im Bahntower in Berlin zusammen.
Insbesondere die Bahngewerkschaften EVG und GDL pochen seit langem auf mehr Sicherheitsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt.
Zugbegleiter starb nach Angriff
Auslöser für die verschärften Maßnahmen war der Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz Anfang Februar. Der Mann erlag seinen Verletzungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 26-jähriger Schwarzfahrer den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter attackiert, als der Regionalexpress den Bahnhof Landstuhl im Kreis Kaiserslautern verlassen hatte.
Zusammenfassung
- Nach dem tödlichen Angriff auf einen 36-jährigen Zugbegleiter durch einen 26-jährigen Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz kündigt die Deutsche Bahn zusätzliche Schutzmaßnahmen an.
- Geplant sind unter anderem mehr Bodycams, die Weiterentwicklung eines bereits bestehenden Hilferuf-Knopfes und bessere Schutzausrüstung für das Personal.
- Die Maßnahmen sind Teil eines Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene, den Bahnchefin Evelyn Palla bei einem Treffen mit Politikern, Gewerkschaften und Branchenvertretern in Berlin vorgestellt hat.
