APA - Austria Presse Agentur

Mehr als 500.000 Infektionen in den USA

11. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

In den USA gibt es mittlerweile 500.000 bestätigte Fälle, 18.700 Menschen starben. Trump sieht Höhepunkt erreicht, Experten widersprechen ihm. Zustimmung für Trump sinkt.

In den USA gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am späten Freitagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Knapp 18.700 Infizierte starben demnach. Alleine in den letzten 24 Stunden forderte die Pandemie 2.000 Todesopfer.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl bisher in Spanien. Dort starben demnach rund 33 Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion. In Italien waren es rund 30, in den USA waren es 5 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Deutschland 3.

Trump: Höhepunkt erreicht - Experten: Höhepunkt nicht erreicht

Der Höhepunkt der Coronavirus-Krise ist in den USA nach Experteneinschätzung noch nicht erreicht. Fachleute aus der Regierungs-Arbeitsgruppe zur Corona-Pandemie sagten am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, es gebe zwar ermutigende Zeichen, aber es sei längst nicht an der Zeit für eine Entwarnung.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, seiner Meinung nach sei der Höhepunkt bereits erreicht "und jetzt gehen wir herunter".

Trump ordnet Unterstützung für Italien an

Präsident Donald Trump hat derweil seine Regierung angewiesen, Italien Hilfe im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu leisten. In Italien stationierte US-Soldaten sollten etwa beim Aufbau von Feldlazaretten und dem Transport von Material helfen, schreibt Trump.

US-Unternehmen sollten Italien Produkte verkaufen, die die Behörden dort benötigten. Ausgenommen davon seien allerdings Güter, die die USA selbst für die Eindämmung der Epidemie brauchten.

Zustimmung für Trump sinkt

Stiegen die Vertrauenswerte für den Präsidenten in den vergangenen Wochen, fallen sie nun. Hatte er noch vor einer Woche 48 Prozent Zustimmung, liegt das jetzt bei 42 Prozent. Die grundsätzliche Zustimmung zu Trump ist zurück bei 40 Prozent - circa der Wert, den er so gut wie immer hatte.

Zulegen kann dafür Trump-Herausforderer Joe Biden - zumindest in Umfragen. Im direkten Vergleich liegt Biden mit 53 zu 42 Prozent klar vorne.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe