APA - Austria Presse Agentur

Corona-Teststraßen vor Lockdown-Lockerung gestürmt

07. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Es hat sich bereits am Samstag abgezeichnet: Viele Österreicher ließen sich am Sonntag vor dem Ende des Lockdowns am Montag testen.

Was sich am Samstag unter anderem in Wien und Tirol schon abgezeichnet hat, dürfte österreichweit so sein. Wie am Sonntag aus dem Krisenstab kolportiert wurde, hat am Wochenende ein regelrechter Run auf die Corona-Testangebote eingesetzt. Demnach waren in der Vorwoche am Samstag 69.704 Tests eingemeldet worden, an diesem Wochenende wurden Stand Sonntag früh 212.647 Tests eingemeldet. Das Bundesheer verstärkte daraufhin seine Assistenzkräfte.

Auffällig ist, dass die Verdreifachung ausnahmslos auf Antigentests zurückzuführen ist. PCR-Tests wurden in der Vorwoche sogar öfter eingemeldet als diese: 26.071 zu 24.208 stand es in dieser Rubrik. Die Zahl der Antigentests stieg allerdings von 43.633 in der Vorwoche auf 188.439. Grund für den Andrang ist wohl die bevorstehende Lockerung des Lockdowns. Zahlreiche Berufstätige, die am Montag wieder arbeiten können, müssen sich testen lassen. Dazu kommen viele Testwillige, die für die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen am Montag ein negatives Ergebnis vorweisen müssen.

Bundesheer verstärkt Assistenzkräfte

Der stark gestiegene Testbedarf war auch der Anlass für das Bundesheer, die Zahl seiner Assistenzkräfte zu erhöhen. Laut einer Aussendung des Verteidigungsministeriums wurden 350 Soldaten zusätzlich in den Dienst gestellt. 150 Kräfte verstärken nun die Teststraßen in der Steiermark; weitere 200 Assistenzsoldaten unterstützen in Niederösterreich, um die Covid-Pandemie zu bewältigen. Das Bundesheer wurde durch die betreffenden zivilen Behörden zum Assistenzeinsatz angefordert.

2.800 Soldaten im Einsatz

Insgesamt befinden sich derzeit etwa 2.800 Soldaten im Inlandseinsatz. Davon unterstützen rund 700 bei den Covid-Massentestungen in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten und im Burgenland. Für Aufgaben wie "Contact Tracing" und gesundheitsbehördliche Einreisekontrollen, welche bis Ende Februar verlängert wurden, stehen etwa 1.000 Assistenzkräfte bereit, davon auch rund 200 bei der Botschaftsbewachung in Wien. Über 600 Soldaten überwachen die Staatsgrenze, knapp 1.000 Soldaten befinden sich im Auslandseinsatz.

Quelle: Agenturen