APA - Austria Presse Agentur

Corona-Massentests im Burgenland gestartet

10. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Im Burgenland sind Donnerstagfrüh die flächendeckenden Massentestungen auf das Coronavirus angelaufen. Seit 7.30 Uhr sind die 25 fixen Teststationen und zwei Testbusse in Betrieb. In der größten Station, dem Allsportzentrum in Eisenstadt, sind für den ersten Tag rund 1.400 Personen angemeldet, sagte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) im Gespräch mit der APA. Einige standen bereits vor der Öffnung Schlange, um sich testen zu lassen. Der Start verlief problemlos.

Acht Teststraßen wurden im Allsportzentrum eingerichtet und ermöglichen 80 Tests in einer Viertelstunde. Würden bis zum Ende der Testungen am kommenden Dienstag alle Kapazitäten voll ausgeschöpft, könnte man in der Station rund 19.500 Personen testen. Angemeldet seien bisher knapp 3.000. "Ich gehe aber schon davon aus, dass das noch einige mehr werden", sagte Steiner, der sich Donnerstagfrüh ein Bild der Lage im Allsportzentrum verschaffte.

Er selbst werde noch am Vormittag gemeinsam mit dem ehemaligen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) testen gehen, so Steiner. Er appellierte an die Bevölkerung, an den flächendeckenden Massentestungen teilzunehmen. Die Tests seien bisher gut angelaufen. "Wir haben in Eisenstadt genügend Kapazitäten, es gibt keine Wartezeiten", betonte Steiner.

Rund 100 Mitarbeiter sind bei den Massentestungen in der Landeshauptstadt im Einsatz - darunter Mitarbeiter des Magistrats und der umliegenden Gemeinden, Vertreter des Bundesheeres, des Roten Kreuzes und Freiwillige.

Die Testpersonen werden im Einbahnsystem durch das Allsportzentrum geführt und können das Gebäude bei einem eigenen Ausgang verlassen, um Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Wer kein Smartphone hat und nicht online verständigt werden kann, nimmt auf einem der am Rand des Saals aufgestellten Sesseln Platz und wartet dort auf sein Ergebnis. Alle anderen können gleich nach dem Test gehen.

Die Stadt habe von der Expertise des Bundesheeres, das bei den Massentests des Bildungspersonals bereits einige Erfahrungen gemacht habe, profitiert, sagte der Bürgermeister. Die Zusammenarbeit habe gut funktioniert. Als Generalprobe wurden im Allsportzentrum am Mittwoch die Abläufe durchgespielt. Er hoffe jedenfalls, dass "möglichst viele Menschen kommen. Es ist wichtig, die Leute zu finden, die gerade eine Infektion haben", betonte Steiner.

Quelle: Agenturen