Erster Verdachtsfall auf Brasilien-Mutation in Österreich

23. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Im Salzburg ist erstmals ein Verdachtsfall auf die brasilianische Virusmutation in Österreich aufgetaucht. Der betroffene Mann ist nicht mehr ansteckend. Das finale Ergebnis soll in einigen Tagen vorliegen.

In Salzburg besteht in einem Fall der Verdacht auf die Coronavirus-Mutation aus Brasilien. Es wäre die erste registrierte Infektion mit der ansteckenderen brasilianischen Corona-Variante. Der betroffene Mann wurde aus der Quarantäne entlassen und ist laut den Gesundheitsbehörden nicht mehr ansteckend. Weil er eine Kontaktperson war, wird nun versucht, den Ansteckungsweg bis zum Indexfall zurückzuverfolgen. 

Die Probe wird nun analysiert. Das Ergebnis wird in den kommenden Tagen erwartet.

Ansteckung offenbar in Salzburg

Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass sich der Mann in Salzburg angesteckt hat. Er war offenbar nicht verreist. Laut einem Sprecher des Landes ist der Betroffene vorige Woche wieder genesen. Er wurde mit einem negativen Corona-Test aus der Quarantäne entlassen. Vor der Entlassung aus der Quarantäne sei bei dem Mann noch ein PCR-Test gemacht worden, um zu klären, ob er noch ansteckend ist. "Er ist nicht mehr ansteckend, weil der CT-Wert sehr hoch war. Bei der Testung ist der Hinweis im Labor aufgetaucht, ob es sich vielleicht um eine Virusvariante handeln könnte", sagte der Sprecher zur "APA".

Weil der Mann eine Kontaktperson war, versuchen nun die Behörden, den Ansteckungsweg bis zum Indexfall zurückzuverfolgen. Zwei weitere Personen sind den Behörden bekannt. Die PCR-Proben werden auf die Virusvariante überprüft. 

B.1.1.28-Mutation

Die zunächst in Brasilien entdeckte Variante hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits auf 21 Länder ausgebreitet. Die B.1.1.28-Mutation wurde im Dezember das erste Mal in Brasilien nachgewiesen. Studien zufolge soll sie ansteckender sein. In Europa wurde sie bisher unter anderem in Großbritannien, Schweden, Italien und Deutschland nachgewiesen.
 

Der Artikel wurde am 23.02.2021 um 13:18 Uhr aktualisiert.

Quelle: Redaktion / apb