APA - Austria Presse Agentur

Containerschiff blockiert Suezkanal: Ölpreise steigen

24. März 2021 · Lesedauer 2 min

Ein Frachter ist im Suezkanal in der Nacht auf Grund gelaufen und blockiert seither die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa.

Ein Frachter ist im Suezkanal in der Nacht auf Mittwoch auf Grund gelaufen und blockiert seither die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa. Mehrere Schlepperboote waren zunächst rund um den Frachter im Einsatz, wie auf den Schiffsradaren vesselfinder.com und marinetraffic.com zu sehen war. Sowohl nördlich als auch südlich des Kanals bildeten sich demnach Staus von Containerschiffen.

Der Vorfall habe sich am Dienstag ereignet, teilte das Seefahrts- und Logistikunternehmen GAC auf seiner Internetseite mit. An Bord des Frachters sei es zu einem Stromausfall gekommen.

Nach Angaben der Schiffsradare handle sich um den Frachter "Ever Given". Laut vesselfinder.com ist er 400 Meter lang und 59 Meter breit. Das 2018 gebaute Schiff fahre unter der Flagge Panamas, es sei aus China gekommen und auf dem Weg nach Rotterdam in den Niederlanden.

Handelsroute

Es war zunächst unklar, wann die Schifffahrtsstraße wieder freigegeben werden kann. Der Suezkanal ist eine Wasserstraße, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet. Sie ist daher eine wichtige Seeverbindung und Handelsroute zwischen Asien und Europa. Durch den Kanal läuft ein erheblicher Teil der Energietransporte vom Mittleren Osten in Richtung Europa und USA. Betroffen sind in der Gegenrichtung auch Lieferungen aus der Nordsee nach Asien.

Ölpreis gestiegen

Wegen der "verstopften" Handelsroute sind am Mittwoch die Ölpreise gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 61,63 US-Dollar (51,86 Euro). Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass US-Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 62 Cent auf 58,38 Dollar.

Noch am Dienstag waren die Erdölpreise deutlich gefallen, auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Ausschlaggebend waren Sorgen um die Rohölnachfrage aufgrund steigender Corona-Infektionen und neuer Beschränkungen vor allem in Europa. Beides lastet auf den konjunkturellen Aussichten.

Quelle: Agenturen