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CO2-Emissionsrückgang in Westösterreich um bis zu 20 Prozent

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Luft-Messungen am Atmosphärenobservatorium der Universität Innsbruck sprechen in Bezug auf die Entwicklung der Kohlendioxidemissionen in Westösterreich eine klare Sprache. Diese seien in dieser geografischen Region seit 2018 "um bis zu 20 Prozent gesunken". Damit bewegten sich die tatsächlichen Emissionswerte "deutlich unter den von verschiedenen Modellen prognostizierten Werten", hieß es von Seiten der Universität am Dienstag.

Solche Beobachtungsdaten würden jedenfalls zunehmend wichtig, wenn es um die Beurteilung der Plausibilität von Treibhausgasbilanzen gehe, erklärte Thomas Karl vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften der Universität Innsbruck. Unter seiner Leitung waren seit 2017 Messungen an einem 40 Meter hohen Messturm im Innsbrucker Stadtgebiet durchgeführt worden.

Für die Messungen verwende man eine spezielle Messmethodik, die sogenannte Eddy-Kovarianz-Methode, die es erlaube, die CO2-Quellen auf ein bestimmtes Gebiet einzugrenzen. Die dadurch gewonnenen Werte seien aber "für ganz Westösterreich repräsentativ", hieß es. Nun könne man - mit Hilfe der gewonnenen Daten - Modellprognosen "sehr gut überprüfen", so Karl.

Solche "Hochrechnungen" seien etwa auch deshalb in Frage gestellt, weil es in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 deutlich stärkere Emission-Rückgänge - bis zu 30 Prozent - gegeben habe. "Aber auch regionale Unterschiede müssen berücksichtigt werden", erklärte Karl. So seien in Innsbruck etwa die Rückgänge während der Pandemiezeit deutlich stärker ausgeprägt gewesen "als in Modellrechnungen der österreichweiten Treibhausgasbilanzierung".

ribbon Zusammenfassung
  • Luft-Messungen am Atmosphärenobservatorium der Universität Innsbruck sprechen in Bezug auf die Entwicklung der Kohlendioxidemissionen in Westösterreich eine klare Sprache.
  • Diese seien in dieser geografischen Region seit 2018 "um bis zu 20 Prozent gesunken".
  • Damit bewegten sich die tatsächlichen Emissionswerte "deutlich unter den von verschiedenen Modellen prognostizierten Werten", hieß es von Seiten der Universität am Dienstag.