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Cannabis: Verkehrsministerium denkt über THC-Grenzwert am Steuer nach

17. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Im Verkehrsministerium von Leonore Gewessler (Grüne) werden laut eines Medienberichtes Überlegungen für einen THC-Grenzwert am Steuer angestellt. Im Verkehrsressort werde an einem Gesetzesentwurf für einen Grenzwert ähnlich des 0,5-Promille-Limits bei Alkohol gearbeitet.

"Nach dem Beeinträchtigungsprinzip muss unterschieden werden zwischen Konsum, der bereits vor Tagen stattgefunden haben kann, und akuter Fahrtüchtigkeit. Klare Kriterien dafür würden auch eine Vereinfachung der Verfahren bedeuten", zitierte das Wochenmagazin "profil" aus dem Ministerium. Man prüfe gerade die Verfahren, die dazu in vielen anderen EU-Ländern bereits angewandt werden.

Grenzwerte in europäischen Ländern

In Deutschland liegt der Grenzwert laut des Magazins bei einem Nanogramm THC im Blut, in Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland bei zwei, in Großbritannien, Polen, der Schweiz bei drei, in Tschechien bei vier, in Holland und Portugal bei sechs. In Deutschland habe der Verkehrsgerichtstag jüngst eine Erhöhung empfohlen.

Führerscheinabnahmen wegen Suchtgifteinflusses "explodiert"

Die Zahl der Führerscheinabnahmen wegen Suchtgifteinflusses sei in zehn Jahren von jährlich 400 auf 6.500 "explodiert", sagte der Rechtsanwalt Martin Feigl dem "profil", meistens gehe es um Cannabis. Aus dem ÖVP-geführten Innenministerium heiße es: "Die legistische Zuständigkeit liegt beim Verkehrsministerium."

Cannabis ist in Österreich als illegale Droge eingestuft. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz