APA - Austria Presse Agentur

Burgenland: Erstes Bundesland ohne Neuinfektionen

04. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Im Burgenland wurden erstmals seit August 2020 keine Neuinfektionen registriert. Auch Todesfälle wurden keine verzeichnet. Experten gehen davon aus, dass sich der Rückgang der Fallzahlen in Österreich verlangsamen wird.

Im Burgenland sind am Freitag erstmals seit August 2020 keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Auch Todesfälle wurden keine verzeichnet. Die Zahl der aktiven Fälle war weiter rückläufig. Sie sank um drei Personen, die wieder genesen sind, auf 82, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug 14,9.

Zum ersten Mal nach neun Monaten stieg die Zahl der insgesamt bestätigten Coronavirus-Fälle im Burgenland nicht an. Sie blieb bei 18.306 Menschen, die sich seit Ausbruch der Pandemie infiziert haben. 340 Burgenländer sind seither im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 17.884 sind mittlerweile wieder genesen.

Experten gehen weiterhin von Rückwärtstrend aus

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen österreichweit für die kommenden Tage von weiterhin sinkenden Virus-Fallzahlen aus. Es sei jedoch eine "Reduktion der Geschwindigkeit des Rückgangs zu erwarten", heißt es in der dieswöchigen Analyse auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums. Die Auslastung der 2.056 Intensivbetten mit Covid-Kranken dürfte sich zudem von 1. bis 16. Juni von sieben auf vier Prozent verringern. Das wären unter 90 Corona-Intensivpatienten.

Die aktuellen Prognosen gehen von einem Infektionsgeschehen von rund 350 Neuinfektionen am letzten Prognosetag am kommenden Mittwoch aus (9. Juni). Bis dahin wird eine Sieben-Tages-Inzidenz von 28,9 Fällen je 100.000 Einwohnern erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist dabei unterschiedlich. Die Spannbreite der Sieben-Tages-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 15 im Burgenland bis 86 in Vorarlberg.

"Kurzfristige Veränderungen sind wahrscheinlich"

"In den meisten Bundesländern wird das Fallgeschehen zunehmend von singulären Cluster-Ereignissen getrieben, die nicht prognostiziert werden können", erläuterten die Modellrechner. "Kurzfristige, sprunghafte Veränderungen insbesondere in der Wachstumsrate der Neuinfektionen sind deshalb zunehmend wahrscheinlich." Für einzelne Bundesländer sei auch eine Stagnation bis hin zu leichten Zuwächsen möglich. Als maßgebliche Faktoren dafür wurden die am 19. Mai gesetzten Öffnungsschritte genannt.

Auf den Intensivstationen wird von einem Rückgang des Belages mit Covid-Patienten von 147 (am 1. Juni) auf 86 am 16. Juni ausgegangen. Der Wert dürfte jedenfalls mit 68-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 70 und 106 liegen, wurde errechnet. Auf Normalstationen wird ein Rückgang des Belages von 268 auf 167 erwartet, bzw. auf einen wahrscheinlichen Bereich zwischen 130 und 215 belegten Betten. Die Auslastung der laut den Bundesländern für Covid-19 nutzbaren Intensivbetten lag am 1. Juni bei 18,5 Prozent.

Quelle: Agenturen / pea