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Buckelwal befreite sich in der Nacht von Ostsee-Sandbank

Heute, 05:21 · Lesedauer 2 min

Der seit Tagen in der Ostsee vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Wal hat sich in der Nacht auf Freitag befreit. Dies bestätigte der Biologe Robert Marc Lehmann. Am Donnerstag hatten Experten vor Ort an einer Rinne für das Tier gearbeitet. Fotografen und Journalisten suchten in der Früh das Wasser und den Horizont nach dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger ab und konnten das Tier nicht mehr entdecken, sagte ein dpa-Reporter vor Ort.

Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank entdeckt worden. Tagelang wurde versucht, das Tier zu befreien. So war etwa am Dienstag ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. Am Donnerstag wurde mit einem Schwimmbagger eine Rinne ausgehoben.

Meter um Meter hatte sich der Wal am Abend durch diese Rinne gekämpft. Auch ein größerer Bagger konnte schließlich von Land aus eingreifen, nachdem ein Damm aufgeschüttet worden war, um das schwere Gerät in Reichweite zu bringen.

Das Tier zeigte sich aktiver als in den Tagen zuvor. Die Helfer versuchten es am Abend auch mit Lärm zu animieren - durch Hupen, Trommeln oder Rufen. Auch das Tier selbst gab immer wieder lautes Brummen von sich. Am Ende hätten am Abend nur noch wenige Meter bis ins tiefere Wasser gefehlt, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, als die Aktion wegen der Dunkelheit abgebrochen wurde.

Zusammenfassung
  • Der seit Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in der Ostsee festsitzende Buckelwal mit einer Länge von 12 bis 15 Metern hat sich in der Nacht auf Freitag selbst befreit.
  • Trotz gescheiterter Rettungsversuche mit einem Saugbagger am Dienstag und dem Ausheben einer Rinne mit einem Schwimmbagger am Donnerstag gelang es dem Tier, sich Meter um Meter in Richtung tieferes Wasser zu bewegen.
  • Am Freitagmorgen wurde der Wal von Fotografen und Journalisten nicht mehr entdeckt, was die erfolgreiche Befreiung bestätigte.