APA - Austria Presse Agentur

Bub schaute aufs Handy, stürzte vor U-Bahn

09. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Ein Zwölfjähriger geriet am Dienstagnachmittag in Wien unter die U2. Er schaute aufs Handy und stürzte vor die einfahrende U-Bahn. Die Feuerwehr musste den Zug von ihm herunterheben.

Der Unfall ereignete sich am Nachmittag in Wien-Donaustadt in der U-Bahn-Station Seestadt. Der Zwölfjährige stürzte vor einen einfahrenden Zug und kam schwer verletzt unter dem Fahrzeug zu liegen. Der Bub hatte laut dem Fahrer auf sein Handy geschaut und die Bahnsteigkante übersehen, berichteten die Wiener Linien. Die Feuerwehr hob den U-Bahn-Zug mit schwerem Gerät an und befreite den Verletzten. Dieser wurde mit dem Hubschrauber in ein Spital gebracht, Lebensgefahr bestand nicht.

Bub stolperte ins Gleisbett

Der Zug kam in der ersten Station der U2 Richtung Innenstadt gerade aus der Wendeanlage, als der Zwölfjährige um 17.25 Uhr in das Gleisbett gestolpert ist, sagte Wiener-Linien-Sprecherin Barbara Pertl. Der Fahrer habe noch eine Notbremsung eingeleitet, das Kind war aber zu knapp vor der einfahrenden U-Bahn gestürzt, um einen Unfall zu vermeiden.

Der Bub wurde offenbar nicht von den Rädern des Zugs überrollt. "Der junge Mann kam jedoch unter der U-Bahn zu liegen", sagte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. "Wir mussten den U-Bahn-Zug mit schwerem Gerät heben und konnten das Kind dann in Zusammenarbeit mit der Berufsrettung Wien retten." Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften an Ort und Stelle.

Schwer an Beinen verletzt

"Der Zwölfjährige hat schwere Beinverletzungen erlitten", erläuterte Andreas Huber, Sprecher der Berufsrettung. "Wir haben ihn notfallmedizinisch versorgt und zum Rettungshubschrauber gebracht, der den Bub dann in ein Krankenhaus geflogen hat." Das Kind war ansprechbar. Wiener-Linien-Sprecherin Pertl appellierte an alle Fahrgäste, wie im übrigen Straßenverkehr auch in der U-Bahn aufmerksam zu sein.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam