Beunruhigung wegen Vogelgrippe-Variante in der Antarktis
Ursprünglich habe sein Forscherteam die gefährliche Variante in fünf Raubmöwen, die in polaren Regionen beheimatet sind, entdeckt, erklärte Neira. Seitdem habe sich das Virus auf andere Arten ausgebreitet. Fälle wurden entlang der 900 Kilometer langen Westküste festgestellt, die von Wissenschaftern untersucht wurden.
Auf seiner jüngsten Expedition in die Arktis seien neue Fälle bei Antarktiskormoranen, Dominikanermöwen, Adelie- und Eselspinguinen sowie bei Antarktischen Seebären entdeckt worden, teilte Neira AFP mit. Die Krankheit habe sich "vollständig in der antarktischen Region ausgebreitet, in der wir die Möglichkeit haben, hinzugehen und zu forschen", sagte der chilenische Polarforscher.
Die Variante der Vogelgrippe kann Neira zufolge "in ein oder zwei Tagen 90 oder 100 Prozent der Tiere in einem bestimmten Gebiet töten". Antarktische Arten haben oft kleine Populationen, was das Risiko eines Ausbruchs erhöht. Tiere wie Antarktiskormorane und Raubmöwen zählen insgesamt etwa 20.000 Individuen.
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 war erstmals 1996 aufgetaucht und zirkuliert in Geflügelzuchtbetrieben und Rinderherden. Die Zahl der Infektionen bei Vögeln stieg seit 2020 exponentiell an - parallel dazu nahm auch die Zahl infizierter Säugetierarten zu, darunter Milchkühe. Fast alle infizierten Vögel sterben an der Krankheit.
Zusammenfassung
- Polarforscher haben eine besonders gefährliche Variante der Vogelgrippe in der Antarktis entdeckt, die im April 2024 erstmals bei fünf Raubmöwen nachgewiesen wurde und sich seither stark ausgebreitet hat.
- Fälle wurden entlang der 900 Kilometer langen Westküste bei mehreren Arten wie Antarktiskormoranen, Dominikanermöwen, Adelie- und Eselspinguinen sowie Antarktischen Seebären festgestellt, wobei fast alle infizierten Vögel an der Krankheit sterben.
