"Lebender Sarg" der Bestattung WienBestattung Wien/Harald Lachner

Bestattung Wien bietet nun "lebenden Sarg" an

21. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Soll es eine Urne sein oder doch ein Sarg als letzte Ruhestätte? Für letztere Option hat die Bestattung Wien nun eine "lebende" Variante vorgestellt.

Haben Sie sich schon entschieden, ob Sie in einer Urne oder einem Sarg bestattet werden wollen? Die Bestattung Wien hat für eine Naturbestattung nun einen "lebenden Sarg" vorgestellt.

Lebende Pilze

Dieser Sarg besteht aus Pilzen, wie die Bestattung Wien in einer Aussendung mitteilte. Der eigentliche Pilz besteht aus dem Myzel, dem Pilzgeflecht. Die Pilze werden in der geeigneten Passform gezüchtet, anschließend wird das Geflecht getrocknet. Dabei wird das Wachstum des Pilzes unterbrochen und in eine Art Ruhezustand versetzt.

Nach der Beisetzung belebt das Grundwasser das Wachstum des Pilzes erneut - Verstorbene kommen damit wieder in den Kreislauf der Natur zurück. Die Einbettung besteht aus grünem Moos. Spätestens in drei Jahren ist der Leichnam vollständig zersetzt, wie der Erfinder des Sargs, Bob Hendrikx gegenüber "ntv" erklärte. 1.500 Euro kostet der "lebende Sarg", so Hendrikx weiter.

"Lebender Sarg" der Bestattung WienLoop

Einsparung von Ressourcen und CO2

"Mit dem neuen lebenden Sarg können wir nun erstmals eine Möglichkeit zur Naturbestattung anbieten, die ohne Kremierung auskommt. Das schont Ressourcen und spart CO2 ein und ermöglicht Menschen eine Naturbestattung, für die eine Kremierung nicht in Frage kommt. Wir sind stolz, diesen neuen Sarg exklusiv anbieten zu können", so Jürgen Sild, Geschäftsführer der Bestattung Wien.

Künftig sollen Särge auch in Österreich wachsen, um so eine ausgeglichene CO2 Bilanz zu erreichen. Zudem wird, im Vergleich zu herkömmlichen Särgen, der wertvolle Rohstoff Holz eingespart.

Die Bestattung Wien vertreibt den Sarg des Herstellers Loop Biotech exklusiv. Der Sarg kann nicht nur in speziellen Naturbestattungsanlagen eingesetzt werden, sondern auch für herkömmliche Erdbestattungen.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp