APA - Austria Presse Agentur

Belgische Prinzessin Delphine legt Streit mit Vater bei

27. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

"Emotionen, Verständnis, Hoffnung": Nach jahrelangem Vaterschaftsstreit hat die neue belgische Prinzessin Delphine ihren leiblichen Vater, Belgiens Ex-König Albert II., getroffen. "An diesem Sonntag wurde ein neues Kapitel geöffnet", teilten die beiden am Dienstag gemeinsam mit Alberts Ehefrau Paola mit. Dieses Kapitel sei voller Emotionen, Beruhigung, Verständnis und Hoffnung.

Vorangegangen war eine jahrelange Eiszeit zwischen Delphine und Albert. Ein solches Treffen war lange nicht vorstellbar. Albert stritt stets ab, Delphines Vater zu sein. 2013 zog die Künstlerin, die bis kurzem Boël mit Nachnamen hieß, vor Gericht und klagte sich durch die Instanzen. Nach ihrer Darstellung hatten ihre Mutter und Albert vor Jahrzehnten eine längere Affäre, was Albert stets bestritt.

Erst ein gerichtlich auferlegter Vaterschaftstest bewegte den heute 86-jährigen Ex-Monarchen zum Einlenken. Im Jänner bekannte er sich schließlich zu der Vaterschaft. Anfang Oktober gab das Brüsseler Berufungsgericht der heute 52-Jährigen endgültig Recht: Seitdem ist Delphine offiziell Prinzessin von Belgien.

Und ein anderes Familientreffen voller Emotionen fand bereits statt: Am 9. Oktober traf Delphine ihren Halbbruder Philippe - Sohn von Albert und Paola sowie aktueller König von Belgien. Beide sprachen anschließend von einer "warmherzigen" Begegnung. "Wir hatten Gelegenheit, uns während eines langen und intensiven Austauschs kennenzulernen, der es uns ermöglichte, über unser jeweiliges Leben und unsere gemeinsamen Interessen zu sprechen." Die Verbindung werde sich nun in "familiärem Rahmen" entwickeln.

Noch emotionaler sprachen Delphine, Albert und Paola nun über ihr Treffen vom Sonntag: "Nach der Unruhe der Vergangenheit, den Verletzungen und dem Leid kommt die Zeit der Vergebung, der Erholung und der Aussöhnung. Das ist der Weg, langwierig und manchmal schwierig, den wir gemeinsam beschlossen haben." Jeder habe ruhig und mit Empathie seine Gefühle und seine Erfahrungen geäußert. Diese ersten Schritte ebneten nun den Weg, den man friedlich verfolgen wolle.

Quelle: Agenturen