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Oberösterreicher versuchte Tierärztinnen zu fesseln

14. Feb. 2026 · Lesedauer 1 min

Zwei Amtstierärztinnen sind auf einem stillgelegten Bauernhof im Bezirk Wels-Land bei einer Nachkontrolle vom Sohn der 83-jährigen ehemaligen Landwirtin attackiert worden. Der 52-Jährige wollte die beiden Frauen offenbar mit Kabelbindern fesseln, um sie dann vom Grundstück vertreiben zu können. Das gab er gegenüber den Ermittlern an, hieß es am Samstag in einer Aussendung der Landespolizeidirektion. Die Tierärztinnen konnten flüchten, erlitten aber Verletzungen.

Zu dem Vorfall war es bereits am Donnerstag gekommen: Die Amtstierärztinnen wollten laut dem Büro von Oberösterreichs Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) gegen Mittag die Haltung von zahlreichen Katzen kontrollieren sowie nachsehen, ob der Kastrationspflicht der Samtpfoten nachgekommen wurde. Die Tierärztinnen stießen aber auf Widerstand. Die Altbäuerin verwehrte den Frauen den Zutritt.

Es kam zu einer Diskussion zwischen den drei Frauen. Dann mischte sich der Sohn ein, ging auf die Frauen los und versuchte, sie zu fesseln. Die Veterinärinnen konnten leicht verletzt aus dem Innenhof des Anwesens flüchten und alarmierten die Polizei. Der 52-Jährige wurde angezeigt.

Zusammenfassung
  • Zwei Amtstierärztinnen wurden am Donnerstag bei einer Nachkontrolle auf einem stillgelegten Bauernhof im Bezirk Wels-Land vom 52-jährigen Sohn der 83-jährigen ehemaligen Landwirtin attackiert.
  • Der Mann versuchte laut Polizei, die Frauen mit Kabelbindern zu fesseln, nachdem seine Mutter den Zutritt verweigert hatte und es zu einer Diskussion gekommen war.
  • Die Tierärztinnen konnten leicht verletzt flüchten und alarmierten die Polizei, die den 52-Jährigen anzeigte.