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Argentinien ruft wegen Waldbränden Notstand aus

30. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Wegen riesiger Waldbrände in der Region Patagonien hat die argentinische Regierung in vier Provinzen den Notstand ausgerufen. Der Schritt gelte ab Freitag in den Provinzen Chubut, Río Negro, Neuquén und La Pampa, erklärte das Präsidialamt in Buenos Aires. Am schwersten betroffen ist die Provinz Chubut, wo seit Ende Dezember bereits mindestens 45.000 Hektar Wald zerstört wurden. Allein im Nationalpark Los Alerces vernichteten die Flammen 20.000 Hektar Vegetation.

Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz gegen die Brände. Mit Brandschneisen versuchen sie, ein Übergreifen der Feuer auf bewohntes Gebiet zu verhindern. Allein im Nationalpark Los Alerces in Chubut mit seinen uralten Alerce-Bäumen und kristallklaren Seen bekämpfen derzeit rund 250 Feuerwehrleute Waldbrände auf einer Fläche von rund 10.000 Hektar, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde AFE mitteilte. Der Park wurde 2017 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Der Feuernotstand soll eine bessere Koordinierung der Waldbrandbekämpfung und die Bereitstellung von Soforthilfen ermöglichen. Hohe Temperaturen und starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Chubut erlebt zudem örtlichen Behörden zufolge die größte Dürre seit 1965.

"Die widrigen Wetterbedingungen, die durch Dürre und starke Winde gekennzeichnet sind, haben zu einer Notlage in der Region geführt, deren Verschärfung erhebliche Umweltschäden verursacht, Sachwerte beeinträchtigt und das Leben der Menschen, die dort leben, gefährdet", heißt es in dem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Die Waldbrände begannen Ende 2025. Die Behörden gehen davon aus, dass mindestens einige davon vorsätzlich gelegt wurden.

Zusammenfassung
  • Wegen großflächiger Waldbrände hat die argentinische Regierung in den Provinzen Chubut, Río Negro, Neuquén und La Pampa den Notstand ausgerufen.
  • In Chubut wurden seit Ende Dezember mindestens 45.000 Hektar Wald zerstört, allein im Nationalpark Los Alerces brannten 20.000 Hektar und rund 250 Feuerwehrleute kämpfen dort gegen die Flammen.
  • Hohe Temperaturen, starke Winde und die schwerste Dürre seit 1965 erschweren die Löscharbeiten, und Behörden vermuten, dass einige Brände vorsätzlich gelegt wurden.