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Alle Toten nach Lawinenkatastrophe in Kalifornien geborgen

Heute, 02:15 · Lesedauer 2 min

Vier Tage nach einem der schwersten Lawinenunglücke in der US-Geschichte sind die Leichen aller neun Todesopfer geborgen worden. Es handelt sich um sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren, darunter drei Bergführer, wie das Sheriffbüro im kalifornischen Nevada County mitteilte. Sie waren am Dienstag bei einem Lawinenabgang nahe Castle Peak im Tahoe National Forest ums Leben gekommen. Ein Wintersturm mit heftigem Schneefall erschwerte die Bergungsarbeiten.

Die Gruppe aus vier Bergführern und elf Gästen war auf dem Rückweg einer dreitägigen geführten Skitour zu den Frog-Lake-Hütten gewesen, als sich das etwa hundert Meter lange Schneebrett löste. Sechs von ihnen, darunter ein Bergführer, überlebten den Lawinenabgang und konnten ein Notsignal absetzen. Dutzende Rettungskräfte kämpften sich im Schneetreiben an die Unglücksstelle durch und erreichten die Überlebenden nach Stunden. Zwei Skitourengänger mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, wie es bei der brisanten Wetterlage zu dem Unglück kam. Wegen des vielen Neuschnees hatte das Sierra Avalanche Center vor hoher Lawinengefahr gewarnt.

In der Region gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach schwere Lawinen - das letzte Ereignis dieser Größenordnung liegt allerdings schon Jahrzehnte zurück: Im März 1982 kamen bei einem Lawinenunglück in einem Skiresort im Lake-Tahoe-Gebiet sieben Menschen ums Leben.

Zusammenfassung
  • Vier Tage nach einem Lawinenabgang nahe Castle Peak im Tahoe National Forest wurden alle neun Todesopfer – sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren, darunter drei Bergführer – geborgen.
  • Die Lawine traf eine Gruppe aus vier Bergführern und elf Gästen auf dem Rückweg einer dreitägigen Skitour, wobei sechs Personen, darunter ein Bergführer, überlebten und ein Notsignal absetzten.
  • Ein Wintersturm mit starkem Schneefall erschwerte die Bergungsarbeiten erheblich, während die Behörden nach einer Warnung vor hoher Lawinengefahr eine Untersuchung zum Unglück eingeleitet haben.