APA/HANS PUNZ

677 Neuinfektionen in Österreich und Inzidenz von 50,7

Für eine Bewertung, wie sich die Öffnungen dieser Woche auf das Corona-Infektionsgeschehen in Österreich auswirken, ist es zwar noch zu früh. Doch auch am Freitag war die Situation weiterhin positiv. In den vergangenen 24 Stunden wurden 677 Neuinfektionen registriert - knapp weniger als im Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 645. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank österreichweit auf 50,7. Weiter rückläufig ist die Zahl der Patienten in den Spitälern.

Innerhalb der vergangenen zwei Wochen hat sich die Inzidenz mehr als halbiert, genauso wie die Zahl der Neuinfektionen. Am 7. Mai waren es noch 1.333 neue Fälle, die Inzidenz lag damals österreichweit bei 111,8. Vergangenen Freitag war sie auf 78,2 gesunken, nunmehr liegt sie nur noch knapp über dem ursprünglich von der Regierung für Lockerungen angepeilten Ziel von 50.

Die meisten Neuinfektionen seit Donnerstag wurden mit 169 in Oberösterreich registriert, in Wien waren es 119 und in der Steiermark 113. Niederösterreich meldete 78 neue Fälle, Tirol 69, Vorarlberg 52 und Kärnten 34. Im Burgenland gab es 29 weitere Infektionen und in Salzburg in den vergangenen 24 Stunden lediglich 14.

Am Freitag gab es österreichweit 8.922 aktive Fälle, um 411 weniger als am Vortag. Seit Pandemiebeginn hat es 640.293 positive Testergebnisse gegeben. 620.837 Menschen gelten als genesen. Im Krankenhaus müssen derzeit 707 Covid-19-Infizierte behandelt werden, das sind um 75 weniger als am Donnerstag. 234 Schwerkranke werden auf Intensivstationen betreut - 18 weniger als am Vortag und 88 weniger als vergangenen Freitag.

Weiter hoch ist jedoch die Zahl der Todesfälle. Seit Donnerstag wurden sieben Tote gemeldet, allein in der vergangenen Woche waren es 79. Seit Pandemiebeginn sind 10.534 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben, pro 100.000 Einwohner sind das bereits 118,3 Todesopfer.

Um Lokale, Sport- und Kultureinrichtungen besuchen zu können, ist der Vorweis eines der 3G - getestet, genesen oder geimpft - erforderlich. Das spiegelt sich in weiter sehr hohen Testzahlen wieder. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 626.052 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet - im Schnitt haben sich somit sieben Prozent der Österreicher seit Donnerstag testen lassen. 112.419 davon waren aussagekräftige PCR-Tests, die Positiv-Rate betrug 0,6 Prozent. Das waren deutlich mehr als im Schnitt der vergangenen Woche, da waren es täglich mehr als 73.000 PCR-Analysen, von denen 0,9 Prozent positive Ergebnisse lieferten.

Am Donnerstag wurden wieder mehr als 100.000 Impfungen durchgeführt - österreichweit kamen 102.194 Stiche hinzu, seit vergangenen Freitag waren es 488.939 durchgeführte Impfungen. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 3.215.168 Österreicher bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 36,1 Prozent der Bevölkerung. 1.198.446 und somit 13,5 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 40,2 Prozent. In Vorarlberg sind 39,9 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Tirol 39,3 Prozent. Nach Kärnten (37,8), Salzburg (37,2), der Steiermark (36,2), Oberösterreich (36) und Niederösterreich (34,6) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 32,4 Prozent. In der Bundeshauptstadt wurden allerdings auch zahlreiche Menschen aus anderen Bundesländern immunisiert.

ribbon Zusammenfassung
  • Am Freitag gab es österreichweit 8.922 aktive Fälle, um 411 weniger als am Vortag.
  • Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 40,2 Prozent.