61-Jähriger bestreitet Tat nach Tötung von Rentnerin in Wien
Weiter dazu ins Detail gehen wollte Wagner auf Anfrage jedoch nicht. Sie verwies auf die laufenden Ermittlungen. Der am vergangenen Freitag festgenommene gebürtige Türke befindet sich derzeit wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in U-Haft.
Die 87-Jährige war vor zwei Wochen tot im Bett ihres Zimmers in der privaten Seniorenresidenz gefunden worden. Sie soll erstickt worden sein. Im Hals der Frau wurde ein Schmuckstück gefunden. Ob sie daran erstickt ist, muss das schriftliche Obduktionsgutachten klären.
Der 61-Jährige wurde daraufhin von den Ermittlern des Landeskriminalamts ausgeforscht. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Mordverdachts. Wie sich herausstellte, war er kurz vor dem Auffinden der Leiche mit einem Blumenstrauß in der Hand in der Seniorenresidenz gesehen worden. Eine Verwandte seiner Lebensgefährtin soll seit längerem in dem Pensionistenheim leben. Über die Frau könnte der Mann das spätere Opfer kennengelernt und die 87-Jährige um Geld gebeten haben.
61-Jähriger bereits polizeibekannt
Der 61-Jährige ist massiv vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte. Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.
Zusammenfassung
- Nach dem gewaltsamen Tod einer 87-jährigen Frau in einer Wiener Seniorenresidenz bestreitet der 61-jährige Verdächtige jegliche Beteiligung und befindet sich seit Freitag wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.
- Die Frau wurde vor zwei Wochen tot im Bett gefunden, im Hals steckte ein Schmuckstück, und das schriftliche Obduktionsgutachten soll klären, ob sie daran erstickt ist.
- Der Verdächtige ist massiv vorbestraft, zuletzt 2020 zu viereinhalb Jahren Haft wegen schweren Betrugs an älteren Frauen über insgesamt 230.000 Euro verurteilt worden.
