APA - Austria Presse Agentur

52 Zurückweisungen, eine Anzeige in Wiener Neustadt

16. März 2021 · Lesedauer 1 min

Bei den Ausreisekontrollen in Wiener Neustadt hat es am Montag 52 Zurückweisungen und eine Anzeige gegeben. Fast 4.500 Personenkontrollen seien am Bahnhof und an den Stadtausfahrten durchgeführt worden, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner auf APA-Anfrage mit. Fast 99 Prozent der Menschen hätten sich demnach an die Bestimmungen gehalten, vermerkte er positiv.

Laut einem Online-Bericht der Tageszeitung "Heute" vom Dienstag gibt es bereits eine 350 Mitglieder zählende Facebook-Gruppe, die Hinweise verbreitet, um die Kontrollen zu umfahren. Diesbezüglich kündigte Schwaigerlehner an, dass das Einsatzkonzept der Polizei überdacht und die Streifentätigkeit ausgeweitet werde, um die Ausreisetätigkeit auch abseits der Hauptstraßen entsprechend zu kontrollieren. Laut Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) gibt es 26 Stadtausfahrten.

Die Kontrollen der Polizei fänden "mit Hausverstand und Fingerspitzengefühl" statt, sagte der Stadtchef am Dienstag. Gleichzeitig warnte er vor einem Kollateralschaden für die Wirtschaft. Bei Umsatzrückgängen um 40 Prozent im Vergleich mit 2019 müsse Unternehmen geholfen werden. Darüber habe er sich mit Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) ebenso wie mit dem Finanzministerium bereits auseinandergesetzt, so Schneeberger.

Vor negativen wirtschaftlichen Folgen für die Statutarstadt sprach auch FPÖ-Landespartei- und Klubobmann Udo Landbauer am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz. Den "Ring um Wiener Neustadt" und die damit verbundenen Kontrollen bezeichnete er als "löchrig wie Schweizer Käse". Es sei einfach, mit dem Auto ohne Test aus der Stadt zu kommen.

Quelle: Agenturen