puls24.at

49 Fußgänger 2020 im Straßenverkehr umgekommen

15. Jan 2021 · Lesedauer 1 min

49 Fußgängerinnen und Fußgänger sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Zahl fiel im ersten Corona-Jahr laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) um 20 niedriger aus als 2019, aber um zwei höher als 2018, als am wenigsten tödliche Fußgängerunfälle seit Bestehen der Unfallstatistik verzeichnet wurden. Am häufigsten betroffen waren Senioren: 18 Todesopfer waren 80 Jahre oder älter, weitere sechs 72 bis 79 Jahre alt.

"Unser Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht", kritisierte Michael Schwendinger vom VCÖ. Es müsse fehlertoleranter werden. Gegenmaßnahmen seien mehr Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet, wo Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit die Regel sein sollte, sowie mehr Straßenübergänge, übersichtlich und für Kfz-Lenkende gut einsehbar. Bei Fußgänger-Ampeln seien längere Grünphasen wichtig. Außerhalb der Ortsgebiete brauche es eine Bauoffensive für sichere Gehwege.

Bei 25 tödlichen Fußgängerunfällen lag laut den Daten des Innenministeriums, auf denen die VCÖ-Analyse basiert, Fremdverschulden vor. Knapp mehr als die Hälfte (13) wurden von Pkw verursacht, acht von Lkw und Klein-Lkw.

Im Bundesländer-Vergleich gab es in Oberösterreich die meisten tödlichen Fußgängerunfälle mit zehn Toten, gefolgt von Niederösterreich mit neun und der Steiermark mit acht Todesopfern. Nur im Burgenland starb im vergangenen Jahr kein einziger Passant im Straßenverkehr.

Bei Verkehrsunfällen getötete Fußgänger im Jahr 2020 nach Altersgruppen:

Tödliche Fußgängerunfälle seit 2010

(Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2021)

Quelle: Agenturen