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Verkehrssystem

2025 gab es 53 tote Fußgänger: Fünf mehr als im Jahr davor

08. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Im Vorjahr sind bei Verkehrsunfällen in Österreich 53 Fußgängerinnen und Fußgänger getötet worden. Das sind fünf mehr als im Jahr 2024, informierte der VCÖ am Donnerstag anhand von Daten des Innenministeriums und der Statistik Austria mit vorläufigen Zahlen für 2025. 33 der getöteten Passantinnen und Passanten waren 65 Jahre oder älter.

Der VCÖ forderte daher verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem mit mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50.

"Aufgrund des schlechteren Gesundheitszustands ist bei älteren Menschen das Risiko tödlicher Verletzungen bei Unfällen höher. Deshalb sind unfallvermeidende Maßnahmen so wichtig", erläuterte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. 

Verkehrssystem soll fehlertoleranter werden

Das Verkehrssystem muss zudem fehlertoleranter werden, betonte der Verkehrsclub. Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler, wurde erläutert. Das Verkehrssystem sei so zu gestalten, dass Fehler möglichst keine fatalen Folgen haben.

2025 brachte die höchste Anzahl an tödlich verletzten Fußgängern seit dem Jahr 2019 mit damals 69 Todesopfern. Die bisher niedrigste Opferzahl wurde im Jahr 2021 mit 37 verzeichnet. 

Insgesamt ist die Zahl der tödlichen Fußgängerunfälle in Österreich in den vergangenen zehn Jahren dank Verkehrssicherheitsmaßnahmen gesunken, im Jahr 2015 waren noch 84 Fußgänger im Straßenverkehr gestorben.

Video: Tempo 30: Mehr als zwei Drittel halten sich nicht dran

Zusammenfassung
  • Im Jahr 2025 wurden in Österreich 53 Fußgängerinnen und Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet, was fünf mehr sind als im Vorjahr.
  • Besonders betroffen waren ältere Menschen: 33 der Todesopfer waren 65 Jahre oder älter, weshalb der VCÖ verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem fordert.
  • 2025 war die höchste Zahl tödlich verletzter Fußgänger seit 2019, insgesamt ist die Zahl solcher Unfälle in den letzten zehn Jahren jedoch gesunken.