Virologe Nowotny zur Impfpflicht: "Strafen auf Eis legen"

07. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Virologe Norbert Nowotny spricht sich angesichts der Omikron-Welle nun doch gegen Strafen bei der Impfpflicht aus. Ungeimpfte sollten aber für Corona-Tests zahlen sollen.

Nachdem sich Epidemiologe Gerald Gartlehner im PULS 24 Interview dafür aussprach, mit der Impfpflicht zuzuwarten, sagt nun Virologe Norbert Nowotny, dass man Strafen ganz aussetzen sollte. 

Omikron sei "nicht sehr" krankmachend und daher würden wir "relativ gut" durch diese Welle kommen, sagte Gartlehner. Die Delta-Variante sei "wirklich krankmachend" gewesen. "Das hat sich mit Omikron jetzt alles geändert". "Wir werden mit Ende der Omikron-Welle eine Immunität in der Bevölkerung haben, die wir nie zuvor hatten", so Gartlehner. Deswegen hätte man mit der Impfpflicht zuwarten und länger diskutieren können - man wisse noch nicht, ob die jetzige Impfung vor einer Welle im Herbst schützen wird.  

Das sieht Nowotny ähnlich: Das Impfpflichtgesetz hätte seinen Ursprung in der Delta-Welle, damals seien die Spitäler "am Anschlag" gewesen. Omikron habe nun einen leichteren klinischen Verlauf, daher sollte bei der Impfpflicht nur die Aufklärung bleiben. Strafen sollte man "auf Eis legen", so Nowotny gegenüber dem ORF-Niederösterreich.

Tests sollten kosten

Wir würden laut Nowotny nach der Omikron-Welle weg von der Pandemie kommen - Corona werde dann in saisonalen Wellen auftreten, vor denen man sich mit Impfungen im Herbst schützen könne. Da das Testen viel mehr kostet als die Beschaffung von Impfstoffen, sollten Ungeimpfte für Corona-Tests zahlen sollen, fordert der Virologe.

Mehr dazu:

Quelle: Redaktion / koa