APA - Austria Presse Agentur

Umstrittener Schnelltestanbieter in Tirol muss schließen

20. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Weil Antigen-Schnelltests in Tirol teils nicht korrekt durchgeführt wurden, müssen erste Anbieter ihre Teststationen schließen.

Nach Bekanntwerden von mitunter nicht korrekt durchgeführten Antigen-Schnelltests durch private Anbieter in Tirol hat das Land nun erste Konsequenzen gezogen. Wie die "Tiroler Tageszeitung" (Donnerstagsausgabe) berichtete, musste die "Ärztezentrums Betriebs GmbH" ihre Teststationen bereits mit Betriebsschluss Dienstagabend schließen.

Zwei weitere Untersuchungen laufen

"Nach derzeitigem Kenntnisstand war das dortige Personal zwar befugt, die Abstriche und Testungen durchzuführen und zu bestätigten. Allerdings erfüllt dieser Testanbieter nicht die organisatorischen Voraussetzungen, um die Tests mit dem Land Tirol abrechnen zu können", hieß es seitens des Landes. Der Anbieter sei vom Land umgehend informiert worden, dass die Teststationen geschlossen bleiben müssen bzw. eine Abrechnung mit dem Land nicht mehr möglich sei. Auch in zwei weiteren Fällen werde derzeit erhoben, ob die Teststationen befugt sind, Antigen-Testungen durchzuführen.

Drei Fälle nicht in Ordnung

Auf diese zwei weiteren Teststationen war man im Zuge der von Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) vergangene Woche angekündigten Schwerpunktkontrollen gestoßen, hieß es. Rund 30 Kontrollen seien seither durchgeführt worden. "Die gute Nachricht ist, dass es beim Großteil der Antigen-Testanbieter keine Auffälligkeiten und keine Beanstandungen gegeben hat", erklärte Leja. In drei Fällen sei es jedoch zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Ins Rollen gebracht hatte den Fall der "Ärztezentrum Betriebs GmbH" der Blogger Markus Wilhelm auf seiner Seite dietiwag.org. Er hatte davon berichtet, dass man an einigen Teststandorten dieses Anbieters nicht die vorgeschriebene Wartezeit von 15 Minuten eingehalten habe. Teilweise bekam man das Ergebnis bereits nach zwei, drei Minuten, in einem Fall sogar schon nach 72 Sekunden, hatte Wilhelm geschrieben.

Quelle: Agenturen / red