APA - Austria Presse Agentur

Rund 30 Prozent der Neuinfizierten unter 25 Jahre alt

23. März 2021 · Lesedauer 2 min

Nur rund 10 Prozent der Neuinfizierten sind über 65. Im Gegensatz dazu sind rund 30 Prozent unter 25 Jahre alt. Kinder, Teenager und junge Erwachsene weisen die höchsten Sieben-Tages-Inzidenzen aller Altersgruppen auf.

Das Coronavirus wird immer mehr zu einem Problem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das machen aktuelle Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) klar. Vom 15. bis zum 21. März haben sich 21.880 Personen neu angesteckt. Fast 30 Prozent davon waren unter 25 Jahre alt. 

Das spiegelt sich auch bei der Sieben-Tages-Inzidenz wieder. Mit Abstand die höchsten Werte fallen auf Kinder (5 bis 14 Jahre) und Teenager sowie junge Erwachsene (15 bis 25 Jahre).

Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000

Kinder: 320,8 (11,5 Prozent)

Junge Erwachsene: 338,0 (15,3 Prozent)

Selbst Kleinkinder im Alter bis fünf Jahren halten inzwischen bei 103,9 (2,6 Prozent)

Nur 10,3 Prozent: Ältere passen besser auf

Der Anteil der Älteren nimmt deutlich ab. Der Grund dafür sind Impfungen und Sicherheitsmaßnahmen in Alters- und Pflegeheimen. Die Senioren dürften auch, weil sie so lang als Risikogruppe bezeichnet wurden und die Sterbezahlen höher sind, mehr aufpassen und Corona-Sicherheitsmaßnahmen besser einhalten. Auf die über 65-Jährigen entfielen in der Vorwoche nur mehr 10,3 Prozent aller Infektionen: 5,4 Prozent bzw. 1.136 Fälle traten bei den 65- bis 74-Jährigen auf, 3,5 Prozent bzw. 746 Fälle bei den 75- bis 84-Jährigen und 1,4 Prozent bzw. 304 Fälle bei den über 85-Jährigen.

Das Durchschnittsalter der Infizierten lag in der Vorwoche bei 38,4 Jahren. Zu Jahresbeginn lag das Mittel noch bei 46,7 Jahren, Mitte April des Vorjahrs gar bei 56,7 Jahren.

Jüngere länger auf Intensivstation

Dass Corona-Patienten zunehmend jünger werden, merkt man auch auf den Intensiv-Stationen. Gerade in Ostösterreich hat inzwischen ein Großteil der Erkrankten die britische Corona-Mutation. Auch "jüngere Menschen erkranken häufiger sehr schwer", wie Epidemiologe Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien warnte. Der Anstieg sei dramatisch, die Patienten lägen bis zu drei Mal so lang wie im September auf der Intensivstation. Ältere seien oft kurz nach der Einlieferung gestorben. Jüngere halten durch, brauchen aber auch länger Behandlung. Die Sterberate in den Intensivstationen hat sich, wie Zahlen aus Deutschland zeigen, trotzdem verdoppelt. 

Intensivstation: Hohe Zahlen wie zuletzt im Dezember

Eine deutliche Steigerung gab es bei Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Insgesamt benötigen somit bereits 437 Menschen intensivmedizinische Versorgung. Ähnlich viele waren es zuletzt am Tag des Beginns des dritten harten Lockdowns am 26. Dezember.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam